Die IT kommt vom Mars, Fachabteilungen von der Venus

Die IT kommt vom Mars, Fachabteilungen von der Venus

Die Debatte geht in die nächste Runde: Trotz aller agilen Methoden und immer neuer Softwareentwicklungs-Tools, Technologien und Cloud Services sind nur rund 40 Prozent der Business-Entscheider in den Fachabteilungen der Meinung, dass die IT ihre Projekte zeit- und budgetgerecht abschließt. Zu dieser Erkenntnis kommt eine aktuelle Studie von Forrester Research unter dem Titel „Integrated Thinking: The Answer To Enterprise IT’s Perpetual Struggle“. Ein erschreckendes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass passend dazu nur 43 Prozent der Business-Entscheider der Meinung sind, dass sich die IT aktiv an der Umsetzung der Geschäftsstrategie und von Innovationen beteiligt. Der schwarze Peter liegt bei der IT.

Oder doch nicht? Denn immerhin 56 Prozent der von Forrester befragten IT-Entscheider waren der Meinung, dass für sie die größte Herausforderung darin besteht, dass die Fachabteilungen immer neue Anforderungen stellen. Da fragt man sich doch: Reden die nicht miteinander? Kommen die von unterschiedlichen Planeten? Beide Seiten können und müssen sich auf den anderen einlassen, sonst verschärft sich die Spaltung zu Lasten der Anwender. Die Business-as-usual-Schaukämpfe führen nicht weiter. Die IT sollte nicht dasitzen und abwarten, ob den Business-Entscheidern endlich die Einsicht kommt. Vielmehr sollte sie ihre Lösungen so auslegen, dass sie ohne langwierige Änderungen jederzeit angepasst und erweitert werden können. Und die Fachabteilungen müssen lernen, dass nicht alles, was wünschenswert ist, auch zu wirtschaftlich akzeptablen Bedingungen realisiert werden kann.