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Wir haben bereits über das Thema IT-Trends zum Jahresende berichtet. Da stets neue Prognosen veröffentlicht werden, lohnt es sich, immer wieder genauer hinzuschauen – auch wenn man sich zwischendurch fragt, ob es noch etwas Anderes neben Künstlicher Intelligenz (KI), MachineLearning (ML) und Co. gibt. Sogar das Thema Cloud schafft es nach ungefähr zehn Jahren oftmals noch in die Top-Trends. 

Bei manchen Prognosen handelt es sich nur um reine Auflistungen mit nur geringen Erläuterungen. Ohne Hintergrundinformationen ist einem aber nicht klar, warum etwas ein Trend sein soll. Erfreulicherweise gehen einige dann doch mehr in Tiefe. Wenn auf einmal ein Begriff wie Intelligent Digital Mesh fällt, horcht man auf. Der Leser weiß vermutlich, dass dahinter auch das Thema KI stecken muss, er wird dennoch neugierig. Hierbei handelt es sich nicht nur um eine simple Auflistung von Buzzwords. 

Doch was steckt genau hinter Intelligent Digital Mesh? Es handelt es sich um einen Trend, der von Gartner für 2019 prognostiziert wird. Aber was soll das sein? Also liest man weiter und siehe da, hinter dem Ausdruck verbergen sich zehn Untertrends. Diese werden aber nicht einfach aufgelistet, sondern den Kategorien IntelligentDigital und Mesh zugeordnet. Das mag jetzt verwirrend klingen, aber zum Glück war Gartner so schlau und hat die Trends in einer Grafik aufbereitet, so dass es für jeden überschaubar ist. Bei einem reinen Text würde man den Leser spätestens nach Trend zwei verlieren. Damit es noch verständlicher wird, stellt Gartner die Trends sogar in einem Video vor. Wenn das mal nicht kreativ ist. 

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Waren früher noch zwei Drittel der Kollegen auf der CeBIT, um die zahlreichen Presse-Gespräche vor Ort zu betreuen, waren es in den letzten Jahren nur noch ein bis zwei Kollegen, die sich auf den Weg nach Hannover gemacht haben.

Die CeBIT war für uns daher schon lange nicht mehr DAS Highlight-Event, auf das sich alle PR-Aktivitäten fokussiert haben. Da gab es natürlich die CES, den Mobile World Congress oder die erstarkte IFA sowie diverse Fachkongresse.

Außerdem war festzustellen, dass viele große Konzerne, so auch einige unserer Kunden, den Fokus auf eigene Messen und Kundenveranstaltungen legten und somit das Zepter selbst in die Hand nahmen und zielgerichteter ihr Geld ausgaben. Dennoch kann ich mir nur der Aussage der w&v anschließen, die schreibt:

Nicht ganz unerwartet und am Ende doch überraschend

Das CeBIT-Aus schlägt seit gestern hohe Wellen, auch in eher branchenfremden Medien. Und ebenso macht sich bei uns eine gewisse Melancholie bemerkbar, wenn wir an die vielen schönen CeBIT-Momente zurückdenken. 

Meine aktuelle Lieblings-Headline zum Ende der Ära CeBIT stammt von SPON:

Die Messe ist gelesen

Ich beende diese Woche mit ein paar wehmütigen Gedanken an die guten alten CeBIT-Zeiten – freue mich aber schon auf frische neue Veranstaltungsformate, die sicherstellen, dass man sich zukünftig hoffentlich weiterhin persönlich und nicht nur virtuell trifft. Denn sind wir mal ehrlich, die besten Kontakte sind die, die man auf Messen und Events geknüpft hat, wo man sich bis spät abends bei einem Glas Wein oder dem ein oder anderen Bier über die persönlichen Highlights und Aufreger ausgetauscht hat.

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Ja, ich weiß, dass die sich ab Spätherbst häufenden Trendaussagen und Prognosen für das kommende Jahr nicht bei jedem gut ankommen. Da kramen nicht nur die IDCs und Gartners dieser Welt alljährlich die beliebte Glaskugel hervor und beglücken den Markt mit Vorhersagen zu Technologien, an welchen niemand vorbeikommen wird, oder anderen spannenden Entwicklungen, die sich im IT-Markt abzeichnen (könnten).

Zugegeben, manchmal sind diese „Trends“ schon etwas verstaubt und man kommt sich vor wie bei „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Es drängt sich einem fast die Frage auf, ob der Hintergedanke ein anderer ist – nämlich mit einer gewissen Beständigkeit (Big Data! Cloud! Digitalisierung!) der schnelllebigen IT-Branche ein gutes Gefühl zu geben und zum Jahresende die armen IT-Verantwortlichen nicht allzu verrückt zu machen – bei all den KI-Hürden, die dort ohnehin schon warten. 

Einige unserer Kunden trauen sich jedenfalls, auch einen Blick in die nicht allzu ferne Zukunft zu werfen, und hierbei zeigt es sich, dass es immer wieder spannende neue Themen gibt, die kein Aufguss der Vorjahre sein müssen. 

Man muss schon etwas über seinen Tellerrand hinausblicken können, um den wahren Wert mancher Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Daher finde ich es falsch, alle Prognosen per se zu verteufeln. Letztlich muss jeder für sich selbst bewerten, ob von Utopien oder Altbekanntem die Rede ist und ob die Trends in Ablage P landen sollten oder sie es wert sind, gelesen zu werden.

Für die unverbesserlichen Trend-Verachter gibt es leider genug Anlass, auf ihrer Position zu beharren, wird es doch richtig lustig, wenn man rückblickend Trendaussagen auf ihre Erfolgsquote prüft. Aktuell kursiert in den Sozialen Medien ein besonders amüsantes Beispiel, das auch unter die Kategorie „Glaskugel“ fällt. Die Quelle konnte ich leider nicht herausfinden – aber die Einschätzung des Autors zu Computern ging – gelinde gesagt – etwas daneben:

Computer sind ganz groß in Hobby-Mode. Mancher kommt sich schon richtig doof vor, weil er nicht auch so einen schlauen Kasten zu Hause stehen hat. Kein Grund zur Besorgnis! Die meisten der vorschnell angeschafften ‚Home-Computer’ verstauben ohnehin bald in einer Ecke. Oder werden allenfalls noch für Computerspiele genutzt, die auf Dauer langweilig werden.

Wer daher kein Fan von IT-Trends und -Prognosen zum Jahresende ist, der ist wahrscheinlich froh, wenn Weihnachten endlich naht und all die Glaskugeln nach und nach wieder im Keller verschwinden.

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Digitalisierung! Da entstehen nicht nur ständig neue Technologien (Blockchain! Machine Learning! 3D-Druck! Chatbots!), sondern auch ganz neue Begriffe … tja, man weiß nicht so recht warum, aber jetzt sind sie da und gehen nicht mehr weg. 

Folge 1: Die DNA

Erstaunlich, welche Karriere eine Säure machen kann. Die DNA heißt deutsch eigentlich DNS (Desoxyribonukleinsäure), aber unter diesem bürgerlichen Namen kennt sie niemand, zumindest nicht in der Welt von Marketing und Kommunikation. Egal, heute müssen nicht nur Lebewesen, sondern auch andere Organisationsformen, insbesondere Unternehmen, tief in sich so eine Säure haben:

Jedes Unternehmen braucht eine digitale DNA
https://www.ballo.digital/blog/fang-an-jedes-unternehmen-braucht-eine-digitale-dna

Über viele Jahrzehnte hinweg formen verschiedene Gestaltungselemente die einzigartige DNA von BMW, deren Proportionen, Oberflächen und Details prägend sind.
https://www.press.bmwgroup.com/deutschland/article/detail/T0124586DE/bewegendes-design-die-bmw-design-dna?language=de

Customer Centricity ist kein Projekt oder Programm, Customer Centricity muss tief in der DNA des Unternehmens verwurzelt werden, was in erster Linie bedeutet, dass sich das Mindset der Mitarbeiter verändern muss. 
https://www.transformationswerk.de/transsetter/articles/2015/customer-centricity

Zur Erinnerung: Die DNS ist der Bauplan von Lebewesen, also dass man atmet, zehn Finger hat und abstehende Ohren. Das ist so festgelegt und man kann dann gar nicht anders. Im vorliegenden Fall ist die DNA in Analogie dazu das, was ein Unternehmen im Kern ausmacht; die DNA verleiht ihm etwas Unverwechselbares und auch Unveränderbares: Wenn die Customer Centricity in der DNA verankert ist, dann kann man gar nicht anders als kundenorientiert sein, selbst wenn man noch so sehr wollte, nein, es ginge nicht anders. Man muss daher, ob froh oder zähneknirschend kundenfreundlich sein. So wie man atmen und verdauen muss. Ist so. Geht nicht anders. 

Ein wenig seltsam ist das mit der DNA trotzdem. Warum legen die Unternehmen soviel Wert auf unveränderliche Eigenschaften? Wo sie doch sonst nicht genug betonen können, dass sich alles, aber auch wirklich alles, ständig verändert. Disruption ist doch angesagt, alles radikal anders, immer und ständig – und dann DNA? Diese Metapher der Unveränderlichkeit? Wie soll das funktionieren? Oder ist die DNA der legendäre Fels in der Brandung der Disruption? Etwas, an das man sich halten muss, weil der Mensch (wegen seiner DNS!) eben Halt braucht? 

So einfach ist es natürlich nicht. Anders als die Säure ist die DNA nämlich so unveränderlich auch wieder nicht. Man kann sie zum Beispiel umprogrammieren:

WIE SIE DIE DNA IHRES UNTERNEHMENS AUF ERFOLG PROGRAMMIEREN
https://gerstbach-designthinking.com/blog/2016/5/wie-sie-die-dna-ihres-unternehmens-auf-erfolg-programmieren

Bei einem Hirschkäfer wäre Umprogrammieren der DNA … schwierig. Aber hier geht es. Das Umprogrammieren ist besonders dann ratsam, wenn man zuvor wie in diesem Beispiel versehentlich eine DNA erwischt hatte, die ganz auf Misserfolg ausgerichtet war – das soll es geben, man weiß nicht wie und warum, aber ist wohl so. Oder man bestellt gleich eine ganz neue DNA, so kürzlich geschehen beim Internet: 

Künstliche Intelligenz – Das Internet bekommt eine neue DNA
https://www.cashkurs.com/meldungen/beitrag/cktrends-kuenstliche-intelligenz-das-internet-bekommt-eine-neue-dna

Auch das kann der Hirschkäfer nicht, die DNA eines Wombats bleibt ihm definitiv verschlossen. Außerhalb der Natur kann man sogar verschiedene DNAs gleichzeitig haben – ja, warum eigentlich nicht, wenn eine gut ist, sind viele doch besser: 

Studie: Unternehmen fehlt die Daten-DNA für das digitale Business
https://www.camelot-mc.com/de/press/studie-unternehmen-fehlt-die-daten-dna-fuer-das-digitale-business

"Daten-DNA", was soll man dazu sagen? Gibt's auch eine Kunden-DNA, eine Supply-Chain-DNA, eine Kantinen-DNA? Aber damit sind wir schon weit im Bereich der Marketing-Comedy.

Und was macht man, wenn einem seine DNA gar nicht mehr gefällt? Wenn sie so outdated ist, dass nicht mal mehr das Umprogrammieren hilft? Ex-Verleger Döpfner berichtet zum Beispiel, mit der HÖRZU habe Axel Springer seine DNA verkauft.

Auch das geht also mit einer DNA. Gibt es bald DNA-Börsen? Mit Blockchain? OMG, nicht mal auf die DNA ist noch Verlass.

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Deutschland hat jetzt einen Plan für Künstliche Intelligenz. Mit der beschlossenen Strategie für Künstliche Intelligenz der Bundesregierung soll „KI ein Markenzeichen für Deutschland“ werden. Endlich, möchte man am liebsten jubeln. Ziel ist es, dass Deutschland zu einem führenden Standort für die Entwicklung und Anwendung von KI-Technologien werden soll. Dafür plant der Bund, bis 2025 drei Milliarden Euro zu investieren. 

Klingt doch erst einmal nicht schlecht. Aber warum erst jetzt, werden sich einige fragen. Sicherlich ist das ein wichtiges Signal der Regierung, es stellt sich allerdings die Frage, ob das reicht, um bis 2025 an die USA und auch China ranzukommen. 

Das Geld soll in erster Linie in die Forschung fließen und mehr als 100 Professuren sollen neu besetzt werden. Wie schnell ist das umzusetzen? So etwas passiert leider nicht von heute auf morgen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich die angehenden „KI-Talente“ weiterhin für Universitäten wie Stanford, Berkeley oder Cambridge entscheiden, die in der Forschung schon viel weiter und etablierter sind. 

Und schaut man Richtung Osten, wirkt das Vorhaben im Vergleich mit China eher mickrig. Allein in Peking wird ein KI-Technikpark für rund zwei Milliarden gebaut. Dort sollen sich in näherer Zukunft 400 Unternehmen ansiedeln. Zudem ist eine Zusammenarbeit mit ausländischen Universitäten geplant, um ein Forschungslabor für Künstliche Intelligenz aufzubauen.

Verbände wie der Digitalverband Bitkom begrüßen insgesamt den Beschluss; ihnen geht dieser aber nicht weit genug. Was ihrer Meinung nach fehlt, ist ein "regulatorischer Rahmen, der neben der KI-Forschung auch Anwendungen der Technik ermöglicht“. Auch die Siemens AG teilt diese Meinung, da lediglich 15 Prozent der deutschen Firmen bislang KI einsetzen. KI biete enormes Potenzial – zum Beispiel habe industrielle KI das Potenzial, die Industrie 4.0 auf die nächste Stufe zu heben.

Zumindest sind sich aber alle einig, dass die Bundesregierung endlich die Notwendigkeit erkannt hat, in KI zu investieren. Wie schnell und erfolgreich die Strategie in die Realität umgesetzt werden kann, werden wir sehen. Denn selbst im Bundestag herrscht große Uneinigkeit darüber, ob die geplanten Maßnahmen ausreichend sind und in die richtige Richtung gehen.

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Fast täglich erreichen uns Anfragen von Journalisten nach passendem Bildmaterial zu Pressemeldungen, Fachartikeln oder Case Studies unserer Kunden.

Journalisten schätzen den einfachen Zugriff auf Bildmaterial, um ihre Magazine zu illustrieren. Versetzen Sie sich einmal in die Lage eines Redakteurs, der regelmäßig unter Zeitdruck arbeitet und gleichzeitig den Anspruch hat, seinen Lesern wichtige Informationen anschaulich zu vermitteln. Wenn Sie sich für die kommende Ausgabe für einen von zwei qualitativ sehr gut geschriebenen Artikeln entscheiden müssten, welchen würden Sie nehmen? Den, zu dem es aussagekräftiges Bildmaterial gibt, oder den ohne?

Gut illustrierte Beiträge stechen aus der Flut an Informationen, der wir heutzutage ausgesetzt sind, heraus und ziehen die Aufmerksamkeit der Leser auf sich.

Das gilt auch für Unternehmens-Accounts in den sozialen Netzwerken. Bilder sind der Schlüssel, um Aufmerksamkeit zu erregen und die Follower zu Interaktionen zu bewegen. Neben der Qualität des Bildmaterials und einer einheitlichen Bildsprache zählt hier Spontanität und die Bereitschaft, sich ein Stück weit in die Karten schauen zu lassen. Social-Media-Nutzer interessieren Blicke hinter die Unternehmensfassade. Und es gibt soviel zu erzählen: Stellen Sie Ihre Mitarbeiter vor. Geben Sie Einblicke in Ihren Arbeitsalltag. Lassen Sie Ihre Follower an Ihrer Freude über ein gelungenes Firmen-Event mit einem Bild teilhaben. Oder teasern Sie ein neues Produkt mit einem originellen Foto an.

Und wenn Ihnen gar nichts mehr einfällt, dann fragen Sie Ihre Mitarbeiter oder lassen Sie sich beispielsweise von unserem Facebook-Account) inspirieren.

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Fünf Tipps für Ihre Pressebild-Datenbank

  • Zur Grundausstattung Ihrer Bilddatenbank gehören Porträtaufnahmen des Geschäftsführers und weiterer presserelevanter Mitarbeiter sowie Produktfotos. Beliebte Motive sind auch Aufnahmen von Mitarbeitern bei der Arbeit, Details aus der Produktion oder Kunden bei der Produktnutzung. Je authentischer und weniger gestellt, desto wirkungsvoller.
     
  • Nehmen Sie Geld für einen professionellen Fotografen in die Hand. Diese sind Experten darin, Personen und Objekte optimal in Szene zu setzen und Stimmungen einzufangen.
     
  • Um komplexe Themen oder Prozessabläufe verständlich aufzubereiten, bieten sich übersichtlich gestaltete Grafiken oder Infografiken an. Auch hierfür gibt es professionelle Dienstleister, die wissen, worauf es ankommt.
     
  • Denken Sie bei der Konzeption der Bilder daran, dass diese für die Darstellung auf verschiedenen Kanälen geeignet sind, also nicht nur in Printmagazinen funktionieren, sondern beispielsweise auch auf Smartphones wirken können.
     
  • Stellen Sie das Bildmaterial in hoher Auflösung im Pressebereich Ihrer Webseite leicht auffindbar zum Download bereit – und vergessen Sie nicht, eine aussagekräftige Bildbeschreibung mit Angabe der Bildquelle zu ergänzen.
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Niemand wird jetzt überrascht mit den Augenbrauen zucken oder vor lauter Schreck seine Kaffeetasse fallen lassen. Aber: Storytelling gehört in jede Pressearbeit.

Ja, das ist keine Neuigkeit, trotzdem wollen wir das Thema mal aus einem anderen Blickwinkel betrachten – nämlich aus der Perspektive eines Computerspiels!

Computerspiele, wie auch Literatur und Film, verfolgen das gleiche Ziel wie die PR, nämlich, das Publikum zu fesseln. Sowohl die PR als auch Computerspiele halten sich dazu an bestimmte Gesetzmäßigkeiten, um eine Story spannend zu gestalten. Wer möchte schon in einem Computerspiel feststecken, dessen Geschichte langweilig erscheint? Wir wollen beim Spielen mitfiebern und mitfühlen. Wir wollen traurig sein, uns freuen oder auch Angst empfinden. Immersion ist das Schlagwort einer guten Erzählung und bedeutet das Eintauchen des Lesers, Zuschauers oder Spielers in die Geschichte. Computerspiele bieten dabei die bestmögliche Immersion, denn wir erleben die Figur nicht nur. Nein, wir sinddie Figur und tauchen mit ihr direkt in die erzählte Geschichte ein. Computerspiele schaffen mit den erzählten Geschichten Welten, die wir nicht mehr verlassen möchten – wir sind emotional von der Geschichte gepackt. Und genau das ist auch das Ziel von Storytelling. Die Kunst von erfolgreichem Storytelling ist nicht nur, irgendeine Geschichte zu erzählen, sondern vor allem gleichzeitig auch eine Geschichte über uns zu erzählen. 

Begeben wir uns auf die Heldenreise

Besonders Adventuregames, die in den 80er Jahren populär wurden, sind für ihren hohen und dichten Grad an erzählenden Strukturen bekannt. Die Literaturwissenschaft spricht bei diesen Erzählungen gern von Heldenreisen. Heldenreisen sorgten schon immer dafür, das Publikum in den Bann zu ziehen und solange nicht mehr loszulassen, bis der Held erfolgreich nach Hause zurückkehren kann. Da ist es nur logisch, dass sich seit jeher Literatur, Film und seit einigen Jahren nun auch Computerspiele dem Konzept der Heldenreise annehmen. Der wohl bekannteste und beliebteste Konsolen-Held ist ein Klempner namens Mario.

Wir navigieren Mario auf seiner Heldenreise und kämpfen uns mit ihm durch eine Welt voll fieser Pilze, geheimnisvoller Fragezeichen und angsteinflößender Gegner und versuchen, unsere Prinzessin zu retten. Wir fiebern mit ihm mit und ärgern uns, wenn es plötzlich heißt „Die Prinzessin befindet sich in einem anderen Schloss.“ Wir befinden uns nicht nur in einer Erzählung über Mario – wir erleben und gestalten seine Geschichte unvermittelt mit. Erfolgreicher könnte Storytelling den Rezipienten nicht einbinden.

Computerspiele sind soviel mehr als nur monotone Ballerspiele oder ein schlichtes Aufeinanderschichten von Bausteinen. Computerspiele erzählen Geschichten, die das Publikum fesseln; sie meistern Storytelling mit Bravour. 

So wird man zum Super Mario der Unternehmens-PR

Abseits von Schurken und Helden lassen sich die Storytelling-Konzepte der Computerspiel-Industrie auch auf die PR übertragen. Denn auch hier gilt es, mit der richtigen Geschichte das Publikum zu fesseln; und dafür braucht es Strategie.

Zunächst muss die Zielgruppe klar definiert sein, denn nur so kann die Geschichte haargenau auf sie zugeschnitten werden. Das Ziel ist, dass sich die Zielgruppe in der Geschichte wiederfindet und in ihr eintauchen kann. Wir erinnern uns: Immersion ist das A und O.

Im nächsten Schritt heißt es: Think big! Eine umfassende Geschichte rund um Produkt, Dienstleistung und Unternehmen muss groß und übers Ende hinaus gedacht werden. Wer nur Bruchstücke erzählt, verliert das Publikum. Dazu gehört auch, sich auf unternehmerische und gesellschaftliche Veränderungen einzulassen. Zielgerichtetes Storytelling bedeutet auch, flexibel zu sein und sich kontinuierlich neu anzupassen.

Denn wer liebt sie nicht, die Überraschungen? Eine gute Geschichte sorgt mit gut platzierten Wendungen und Plottwists für den gewünschten Wow-Effekt, auch in der Unternehmens-PR. Storytelling im B2B-Bereich muss nämlich nicht immer trocken sein. Mit etwas Kreativität lassen sich auch Jahreszahlen und Fakten in fesselnde Geschichten mit Wiedererkennungswert einbauen. 

Mit diesen Werkzeugen bewaffnet können wir uns nun auf die Heldenreise begeben, Drachen bekämpfen und die Prinzessin befreien.

 

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DiIT ist ein Anbieter von Softwarelösungen für die Kabelsatzindustrie. Das ist das, was DiIT macht, in einem Satz. Jetzt fragen sich sicher einige, was denn eigentlich Kabelsätze sind und warum man für die Produktion eine spezielle Softwarelösung benötigt?

Ja, das hatten wir uns am Anfang auch gefragt. Aber in der Kabelsatzproduktion ist so einiges anders im Vergleich zu anderen Branchen. Aber zunächst einmal das Wichtigste: Was sind Kabelsätze? Kabelsätze verbinden in vielen technischen Geräten verschiedene Bereiche miteinander und versorgen die elektrischen Komponenten mit Strom. Das bekannteste Beispiel dürfte hier wohl das Bordnetz im Fahrzeug sein. Man denkt sich vielleicht jetzt, das kann ja nicht so umfangreich sein, aber ein Bordnetz hat schon eine gewisse Dimension: Es kann bis zu 6 Kilometer lang sein, 60 Kilogramm schwer und bis zu 4.000 Kabel beinhalten. 

Das Besondere an der Kabelsatz-Produktion ist, dass sie noch sehr stark manuell geprägt ist. Dennoch müssen Rückverfolgbarkeit, Transparenz und Qualitätssicherung auch während des Produktionsprozesses gewährleistet werden. Durch die spezielle Software werden zum Beispiel Daten während der maschinellen Produktion gesammelt sowie ausgewertet und auch Mitarbeiter angeleitet, welche Produktionsschritte sie beim manuellen Zusammensetzen des Kabelsatzes erledigen müssen.

Das etwa macht unser Kunde DiIT kurz und knapp zusammengefasst. Es lohnt sich aber unbedingt, noch einen Blick auf die DiIT-Website werfen, denn diesen gesamten Produktionsprozess in ein paar Worten zu behandeln, ist sehr schwierig: www.diit.de.

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In der neuen Ausgabe der PR-COM-Crew dürfen wir euch heute #JapanFan Sabrina vorstellen. Als „Zuagroaste“ versucht sie sich gerade noch an Bayern zu gewöhnen, plant aber schon diverse Fluchtversuche zu den „schönen“ Orten dieser Welt.

Wie lange bist du schon bei PR-COM und in welcher Funktion?

Seit neun Monaten bin ich als Junior-Account-Managerin ein Teil des PR-COM-Teams.

Welche Projekte oder Themen liegen dir besonders am Herzen – privat und beruflich?

Privat und beruflich mag ich Herausforderungen. Deswegen macht es mir Spaß, mich in neue Themen und Projekte einzuarbeiten. Beruflich beschäftige ich mich gerade mit dem Thema Künstliche Intelligenz. Dieses Gebiet ist ziemlich breit aufgestellt und es gibt viele Anwendungsbereiche für KI. Daher ist es für mich eine große Herausforderung, mich mit dieser Thematik so gut vertraut zu machen, dass ich meinen Kunden beratend zur Seite stehen kann. Privat muss ich mich als Nordrhein-Westfälin noch an Bayern gewöhnen. Das ist auch eine ziemlich große Herausforderung für mich ;). Aber ich nehme mich dieser Aufgabe gern an. 

Was würdest du gern unbedingt noch einmal machen?

Ich würde gern einmal den Fuji in Japan besteigen. Es hat im letzten Urlaub leider nicht geklappt, deswegen bin ich umso motivierter für den nächsten Versuch 2019 ;). Das Great Barrier Reef in Australien reizt mich ebenfalls sehr. Ich möchte es noch sehen, bevor es komplett zerstört ist. Daher ist auch dieser Trip bereits in Planung. Surfen steht auch noch ganz oben auf meiner Liste; ob ich es in Australien oder Portugal versuchen werden, weiß ich noch nicht. Generell gibt es noch viele Sachen, die ich in meinem Leben machen möchte. Man hat schließlich nur eins und sollte es in vollen Zügen genießen.

Beschreibe dich in drei Hashtags.

#Japanfan
#Weltenbummler
#Lebensfreude

Beschreibe PR-COM in drei Hashtags.

#professionell
#Expertise
#gutes Arbeitsklima

Was ist für dich PR/Kommunikation in drei Hashtags?

#Spaß
#kreativ
#Austausch

Und zum Schluss: Was sollte man im Moment unbedingt hören/lesen/sich anschauen?

Leider lese ich im Moment nur japanische Grammatik-Bücher, die würde ich aber nur Leuten empfehlen, die Japanisch lernen möchten. Meiner Meinung nach lohnt es sich, in die Serie „Younger“ reinzuschauen. Es geht um eine Frau, die mit 40 wieder ins Berufsleben einsteigen will, aber wegen ihres Alters nicht eingestellt wird. Daher beschließt sie, sich als 26-Jährige auszugeben und bekommt prompt einen Job. Jetzt muss sie sich in der Welt der Millennials zurechtfinden, was teilweise sehr lustig dargestellt wird und als junger Mensch fragt man sich, ob man wirklich so ist. 

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In unserem Alltag gibt es immer wieder mal „Verschreiber“, die in Erinnerung bleiben und für Erheiterung sorgen. So sind wir froh, wenn wir erfolgreiche Projekte „abharken“ können (auch so ganz ohne Schrebergarten) oder sich der Spruch bewahrheitet, „wer zuerst kommt, malt zuerst“.

Heute hat ein ungewöhnlicher „Friede“ Einzug in unsere Büroräume gefunden: 

Tja, wer kennt ihn nicht, den Thought Leadership Peace? Oft verkannt, ist er doch kriegsentscheidend – in der Unternehmens-Kommunikation, im Imageaufbau, in der Außendarstellung. Wohl dem, der behaupten kann: Der Meinungsführungs-Friede sei mit dir! Und auf einmal ist völlig klar, was auf der Wunschliste (Weihnachten ist nicht mehr weit) steht – natürlich der Welt-Thought-Leadership-Frieden!

Die Altersschrift zum ewigen Frieden sagt es zudem deutlich: für Immanuel Kant „ist Frieden kein natürlicher Zustand zwischen Menschen, er muss deshalb gestiftet und abgesichert werden“. Genau, wir haben es schon immer gewusst! Ein Thought Leadership Peace ist kein natürlicher Zustand, er ist nicht einfach da, er muss entwickelt, in Absprachen mit dem Kunden überarbeitet und vor allem nachhaltig freigegeben und abgesichert sein.

Und noch eine gute Frage zuletzt: Können wir nicht alle ein bisschen Thought Leadership Peace gebrauchen. Im Alltag, in der Kommunikation, beim Harken im Gemüseacker ...?

RITLP. Rest in Thought Leadership Peace.

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Aus der fünften Etage hat man einen wunderbaren Ausblick auf Münchens Dächer und Himmel. An besonders klaren Tagen können wir sogar die Alpen erahnen. Doch das Grün ist etwas rar: die höchsten Bäume ragen gerade so bis an unser Fenster heran. Glücklicherweise grünt es jetzt von innen, denn seit ein paar Wochen können wir einen kleinen Büro-Dschungel unser Eigen nennen. 

Bogenhanf (Sanseveria), Glücksfeder (Zamioculca) und der Klassiker Ficus verschönern jetzt unsere Agenturräume. Doch diese Alleskönner sind mehr als dekorativer Raumschmuck, Stichwort Raumklima. Im Winter sorgen sie dafür, dass die Heizungsluft nicht zu trocken wird, und reichern diese spürbar mit Feuchtigkeit an. In vielen Büroräumen sinkt in der kalten Jahreszeit die Luftfeuchtigkeit auf niedrige 30 Prozent, wobei sie eigentlich bei 50 Prozent liegen sollte. Pflanzen sorgen also für ein angenehmes Raumklima für alle Mitarbeiter. 

Zudem steigern Pflanzen den Sauerstoffgehalt in der Luft, filtern Schadstoffe sowie Bakterien, Sporen und Staub heraus und regulieren Temperaturschwankungen. Auch sollen sich Pflanzen direkt positiv auf die Psyche der umsitzenden Mitarbeiter auswirken. 

Die Blätter sind übrigens praktische Geräuschdämmer in Großraumbüros, da sie viele Hintergrundgeräusche absorbieren. Wir sind also sehr zufrieden mit unseren grünen Kollegen.

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Ja, es ist nur Werbung. Aber trotzdem muss die Frage erlaubt sein: Wie kommt die Faust durchs Loch?

Quelle: www.heise.de

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Am 29. August 2018 um 11:12 Uhr war es soweit: wir haben 100.000 Projekte erreicht! Seit Einführung unserer Projektmanagement-Lösung und den zaghaften Planungsanfängen im Jahr 1996 haben wir jeden Monat durchschnittlich 375 Kundenprojekte angelegt. Heute sind es um die 600.

Die auf einer relationalen Datenbank basierende Anwendung haben wir selbst konzipiert und in den ersten Jahren auch selbst programmiert. Wir wollten eine leistungsfähige Lösung, die hundertprozentig auf uns zugeschnitten ist: für die Administration aller möglichen Daten und für die komfortable Planung aller Projekte. Das haben wir geschafft: jede beliebige Information lässt sich binnen weniger Sekunden finden, keine Aufgabe wird je vergessen und keine Deadline wird je überschritten.

Viele Bewerber berichten uns, wie sie bei ihrem jetzigen Arbeitgeber planen: oft mit Excel-Dokumenten, die lokal gespeichert sind und auf die im Urlaub oder bei Abwesenheit niemand Zugriff hat, und gar nicht selten mit – man glaubt es kaum – Post-its und einer selbst-organisierten Zettelwirtschaft. Über einen strategischen IT-Ansatz haben solche Agenturen wohl nie wirklich nachgedacht. 

Das passt im Übrigen ganz gut zu dem, was uns Prospects und Neukunden immer wieder berichten, nämlich dem strategielosen Vorgehen ihrer früheren Agenturen. Wir machen das natürlich anders und freuen uns auf die nächsten 100.000 Projekte. An dieser Stelle danke an alle engagierten PR-COMler, ohne deren Hilfe wir dieses Pensum nie erreicht hätten, schon gar nicht in der gewohnten PR-COM-Qualität.
 

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So langsam kommen wir der Sache näher.

Als sich vor einiger Zeit Künstliche Intelligenz als Megathema herauskristallisierte und plötzlich alle begannen, über Machine Learning und lernende Algorithmen zu reden, herrschte erst einmal ein großes Durcheinander. Darüber, was lernende Algorithmen eigentlich genau sind, geisterten die unterschiedlichsten Vorstellungen durch die Medien – und damit auch durch unser Haus. Das ging von „das sind einfach nur regelbasierte Systeme“ bis hin zu „das sind Algorithmen, die sich selber umschreiben.“

Inzwischen hat sich der erste Pulverdampf verzogen und die Sicht klart auf. Nach einigen Recherchen, Diskussionen und Hintergrundgesprächen mit Kunden wird immer deutlicher, dass lernende Algorithmen im Grunde genommen nichts anderes sind als angewandte Statistik. Soweit die gute Nachricht. Die nicht ganz so gute Nachricht: Wir reden hier nicht über Prozentrechnung, sondern über echte, richtige Hardcore-Statistik.

Das zeigt das Beispiel der Support Vector Machine, oder Stützvektormaschine, das mir vor Kurzem begegnet ist. Dieser Algorithmus bildet ein mathematisches Verfahren ab, um Gemeinsamkeiten in Objekten zu erkennen, die Objekte darauf aufbauend zu klassifizieren und die Grenzen zwischen den einzelnen Klassen klar festzulegen. Damit eignet er sich unter anderem ideal für die automatische Textklassifikation. Nach einer Trainingsphase mit Beispieltexten ist der Algorithmus in der Lage, neue, unbekannte Texte eigenständig den richtigen Themenkategorien zuzuordnen.

Eine der mathematischen Formeln, die dieses Verfahren beschreiben, sieht laut Wikipedia so aus:

Alles klar? Also mich erinnert das ja an die Folge von The Big Bang Theory, in der die Gang um Sheldon Cooper bei einem Physikquiz mitmacht und eine hochkomplizierte Gleichung lösen soll. Die resignierende Reaktion von Howard Wolowitz: „It looks like something they found on the ship at Roswell“.

Aber mal im Ernst. Wollen wir die Funktionsweise von lernenden Algorithmen verstehen, so wie das Stimmen aus Politik und Gesellschaft ja immer wieder fordern, müssen wir vor allem die dahinterstehenden statistischen Verfahren verstehen. Natürlich können wir jetzt nicht einfach alle Statistikexperten werden. Andere Leute studieren sowas ja schließlich extra. Und das ist auch gar nicht nötig. Aber darum, uns mit ihren Grundlagen auseinanderzusetzen, werden wir wohl nicht herumkommen.

Dafür wünscht man sich doch glatt einen lernenden Algorithmus in den Kopf.

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Mit Chatbots wurde schon jeder von uns konfrontiert. Gefühlt auf jeder Website ploppt irgendwo ein Chatfenster auf und Max oder Anna fragen, ob du Hilfe brauchst. Auch ein Blick in die Medienlandschaft zeigt, dass Chatbots als glorreiche Erfindung gelten und anscheinend ein Muss in der Kundenkommunikation geworden sind.

Gefühlt setzt also jedes Unternehmen auf Chatbots. Schließlich will keiner hinterherhinken und Kosten lassen sich ja auch einsparen, da nicht mehr so viele Mitarbeiter im Callcenter benötigt werden. Super Erfindung!

Das klingt alles wundervoll. Doch leider sieht die Realität anders aus. Einige Chatbots sind noch nicht ausgereift und bringen die Konsumenten zum Verzweifeln, da sie zum Beispiel keine passenden Antworten bekommen. Dass manche Anfragen eventuell zu komplex sind, um sie mit einem Chatbot zu klären, das erwartet man im Voraus. Wenn aber die einfachsten Fragen nicht beantwortet werden können, das ist peinlich.  

WhatsBroadcast hat ein paar Chatbots unter die Lupe genommen und einige kuriose Chaterlebnisse erlebt. Hier einige amüsante Beispiele im Überblick:

1. Kategorie: Chatbots auf dem Niveau einer Kaulquappe

Der Chatbot von David Guetta schafft es nicht, mehr als fünf Fragen zu beantworten. Selbst auf einfache Fragen weiß er keine Antwort:

„When will your new single be released?“
„I don’t understand.“

Nicht sehr zufriedenstellend. Es geht aber noch besser.

2. Kategorie: Wie sag’ ich es richtig

Der Chatbot Carlo von der Allianz scheint es zu begrüßen, wenn Kunden ihm mitteilen, dass sie zur Konkurrenz wechseln wollen.

„Na danke, ich geh glaub ich zu CosmosDirekt.“
„Das freut mich. Dann bist du ja schon in besten Händen.“

Und so schnell können Unternehmen Kunden verlieren. Und jetzt mein persönliches Highlight.

3. Kategorie: Schrei’ mich nicht an

Der Volvic-Chatbot ist sehr international unterwegs. Erkundigt sich ein deutscher Kunde nach Produkten, setzt der Bot voraus, dass er Französisch spricht.

„Ich möchte Produktinformationen zu Volvic Wasser.“
„Danke für dein Interesse, um mehr über dieses Thema zu erfahren, gehe einfach auf unsere Seite.“
„Volvic.fr“
„Die Seite ist aber auf Französisch? Ich spreche kein Französisch leider.“
„Lass dich nicht ablenken, dein Ziel ist so nah.“

Dieser Chatbot scheint sehr stur zu sein und ist der Überzeugung, dass er eine passende Antwort gegeben hat.

Applaus, Applaus, kann ich da nur sagen! Diese Beispiele zeigen deutlich, dass der Einsatz von unausgereiften Technologien nicht zielführend ist. Aber einige Unternehmen scheinen die Einstellung zu haben, Hauptsache wir schwimmen auf der Trendwelle mit und können mitreden. We don’t think so! Eine gut durchdachte Strategie und funktionierende IT-Lösungen tragen am Ende dann doch zum Erfolg bei. Mit einem Schnellschuss riskieren Unternehmen einen Imageverlust und möglicherweise finanzielle Einbußen, obwohl sie ursprünglich Kosten und Ressourcen einsparen wollten.

Ihr habt noch nicht genug? Diese und weitere skurrile Chatbot-Fails stellt WhatsBroadcast in einem Video vor.

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#Musiceverywhere ist bei uns ja gang und gäbe, die Leidenschaft für innovative Technologien sowieso; Minimalismus allerdings eher weniger (man schaue auf manche Schreibtische). Mit Niyazi gibt es daher die perfekte Ergänzung für unsere PR-COM-Crew. Und bei einer Frauenquote von knapp 70 Prozent freuen wir uns, euch heute auch endlich mal einen PR-COM-Mann vorzustellen.

Wie lange bist du schon bei PR-COM und in welcher Funktion?

Ich bin nun seit sechs Monaten die Teamassistenz eines fünfköpfigen Beraterteams. Als einziger Mann im Team fühle ich mich sehr wohl. smiley

Welche Projekte oder Themen liegen dir besonders am Herzen – privat und beruflich?

Ich finde die sich ständig wandelnde Welt der Technologien nach wie vor sehr spannend. Vor allem beobachte ich gerne die Entwicklung der Chancen und Risiken, die der ständige Wandel mit sich bringt – sowohl für den beruflichen als auch den privaten Aspekt. Außerhalb der Arbeit bin ich bemüht, ein gesundes Maß in der Nutzung innovativer Technologien einzuhalten. 

Was würdest du gern unbedingt noch einmal machen?

Ich würde sehr gerne mit meiner Kamera nach Südamerika reisen, um den Alltag einzufangen, vorzüglich nach Bolivien. Es gilt als das ärmste Land Südamerikas. Ich frage mich, wie dort der Rhythmus des Lebens pocht.

Beschreibe dich in drei Hashtags.

#Musiceverywhere
#Minimalistisch
#Sneakerhead

Beschreibe PR-COM in drei Hashtags.

#Kreativ

#Synergetisch
#Behaglich

Was ist für dich PR/Kommunikation in drei Hashtags?

#Aktualität
#Kuriosität
#Begleitung

Und zum Schluss: Was sollte man im Moment unbedingt hören/lesen/sich anschauen (Buch, Musik, Kino, Theater …)?

Im Münchner Westpark und Olympiapark gibt es jeden Sommer Kino unter freiem Himmel. Das Programm ist vielfältig, die Atmosphäre sehr angenehm und das Wetter passt ja eh.

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Was für ein Sommer! 

Hitze, Dürre, Sonne und vor allem: nirgendwo ein Sommerloch. Stattdessen Themen über Themen, und zwar echte Premium-Themen: Hitze, Dürre, Klima, Jogi, Trump, Seehofer, Waldbrand, Winterkorn, Vorrundenaus, Özil, Mondfinsternis, Diesel, Eisbär, Flughafenchaos – jedes für sich ein Kracher, der in normalen Zeiten eine volle Woche medial versorgen könnte. 

Dieser Sommer hat nicht mal Platz für das traditionelle Sommerlochthema Nr.1, das nur in der Variante Trauerspiel überlebt hat: 

[…] hat ein vermeintliches Krokodil am Mittwoch in Eglfing (Landkreis Weilheim-Schongau) für große Aufregung gesorgt. Am Mittwoch ging ein Anruf bei der Polizei ein, dass im Tautinger Weiher ein Krokodilkopf aus dem Wasser schaue.
[…] dass an dem Kopf eine Stange montiert war, die den Kopf täuschend echt auf dem Wasser treiben ließ. Für den Krokodilkopf hat es sich nun ausgeschwommen – er liegt als Fundgegenstand bei der Polizeiinspektion Weilheim.
https://www.welt.de/regionales/bayern/article178401828/Kurioser-Einsatz-Schwimmt-hier-ein-Krokodil-im-Badeweiher.html

Resonanz in den Social Media gleich null. Aber auch der Wels, der Entenküken frisst, und "Deutschlands schönstes Schlagloch" waren da letztlich chancenlos. Obwohl: Schlagloch im Sommerloch, dass hätte doch echt Potenzial gehabt – in normalen Sommern.

Kommen wir zu IT und Technik, wo es nicht anders aussieht. Randvoll mit Themen: Beispielsweise mit dem Zukunftsthema "Waffen aus 3D-Druckern", mit der unverwüstlichen DSGVO, mit Tesla, dem Autoschreck, mit dem Dauerbrenner Blockchain, der Daily-Soap Cybersecurity (Folge heute: "Die Apps der mysteriösen Firma Big Star Labs sammeln den Browserverlauf ihrer Nutzer. Zu welchem Zweck ist unklar […]") und schließlich mit dem Sommerhit "Sparkassen starten Mobiles Bezahlen", den die Sparkassen ohne Furcht vor einem Loch mitten hinein in die ausgedörrte Landschaft positionieren: 

Noch ist das Smartphone als elektronische Geldbörse in Deutschland ein Nischenmarkt. Bei einer Umfrage der Bundesbank gaben im vergangenen Jahr lediglich 7 Prozent der Verbraucher an, schon einmal mit dem Handy bezahlt zu haben. Als häufigsten Grund für die Zurückhaltung nannten die Befragten fehlenden Bedarf. 
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Sparkassen-starten-Mobiles-Bezahlen-4123185.html

Cool wie die Sparkassen dabei sogar über fehlenden Bedarf hinwegsurfen und so, mitten im Sommer, ein uraltes volkswirtschaftliches Dogma zu Staub zerbröseln lassen. Mehr noch: 

Ob das Mobile Payment gebührenpflichtig ist und wie hoch die Gebühren sind, müssen Nutzer bei ihrer jeweiligen Sparkasse erfragen.

Es muss an der Hitze liegen, dass wir da nicht selbst drauf gekommen sind: gebührenpflichtiges Bezahlen

Unter solchen Umständen hat das Thema, das ich mir eigentlich für die Füllung des Sommerlochs aufgehoben hatte, eigentlich keine Chance: Katzenvideos im Web – puh! 

Doch selbst bei diesem Thema zeigt sich, dass es, in Zeiten wie diesen, KEIN Sommerloch mehr gibt, denn auch diese Sache wird unter der Hand plötzlich top-aktuell und geradezu disruptiv:

Hunde haben Katzen als Lieblingstiere des Internets abgelöst. Jüngster Star ist eine Hündin, die eine Go-Pro-Kamera gestohlen hat und sich bei der Flucht selbst filmt. Nur: Was hat diese jüngste digitale Volte mit Donald Trump zu tun?

Ja was? Weil alles heutzutage mit Trump zu tun hat? Nun, das auch. Aber es geht schon noch konkreter, weil … 

[…] Katzen für Chaos stehen und solches auch gern verursachen, während Hunde immer schön machen, was man ihnen sagt. 
[…] Sind Hunde nett und witzig, während Katzen meist etwas übellaunig wirken? Ist es die Sehnsucht nach Ordnung in einer chaotischen Welt, oder macht sich gar Duckmäusertum breit und Angst vor freiem Willen? Guter Hund! Gute Katze sagt keiner.
[…] Hunde sind des Menschen bester Freund. Und Donald Trump benehme sich im Grunde genommen wie eine Katze.
https://www.sueddeutsche.de/kultur/tiere-und-internet-licht-kamera-wuff-1.4076403

Deswegen also haben "Hunde den Katzen auf den Clickcharts im Internet den Rang abgelaufen"? 

Zweifel? Nicht schlüssig argumentiert? Nicht überzeugt? Kuckst du einfach selber: 

Und hier ist "Hündin Bonnie, die sich eine Kamera geschnappt hat und auf der Flucht sozusagen selbst filmt". 21.839 Aufrufe (Stand 1.8.2018, 13:02) – und das mitten im schönsten Sommer!

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Der Duden definiert den Begriff Hype als „aus Gründen der Publicity inszenierte Täuschung“, als „Welle oberflächlicher Begeisterung“ und als „Rummel“. Da sind wir ja schon fast bei der PR.

Es gibt sie tatsächlich, diese Hype-Themen. Plötzlich sind sich alle Zeitschriften einig, dass darüber berichtet werden muss – Exklusivität hin oder her. Plötzlich sind sich dann auch Unternehmen aller Größen und Branchen einig, dass sie hier unbedingt mitreden müssen, die Welle der (oberflächlichen) Begeisterung mitreiten quasi. Da ist es auch egal, ob das Unternehmen nah am Thema dran ist oder nicht – man will ja schließlich im Gespräch bleiben.

In der Welt der IT gibt es diese Hype-Themen alle Jahre wieder. Vor ein paar Jahren war es die Cloud, dann das IoT, Industrie 4.0, die Digitale Transformation, Künstliche Intelligenz und nun sind wir bei der Blockchain angekommen. Aber wie ist das in einer Kommunikationsagentur, die auf Kunden aus dem Bereich IT und Telekommunikation spezialisiert ist? Wie gehen wir mit solchen Hype-Themen um? Raten wir unseren Kunden, aufzuspringen oder ist weniger manchmal mehr?

Dazu haben wir uns kürzlich mit Sarah Sommer vom prmagazin unterhalten, in diesem Fall ging es speziell um das Thema Blockchain – natürlich.

Unser Redakteur Rainer Doh beschäftigt sich schon länger und sehr intensiv mit dem Thema und verfolgt die aktuellen Entwicklungen. Seine Meinung zum aktuellen Hype? „Längst nicht alles, was man zum Thema liest, ist fundiert und realistisch. […] Wenn man genauer hinschaut, steckt hinter den Produkten und Lösungen auf Blockchain-Basis, die beschrieben werden, wenig Konkretes. […] Echte Produkte und Lösungen mit einem echten Mehrwert habe ich jedenfalls noch nicht gesehen.“ (Quelle prmagazin)

Darüber sprechen will trotzdem jeder – man braucht ja nicht zwingend ein Produkt, eine Lösung oder gar einen Mehrwert. Aber sollten wir als Kommunikationsagentur zwingend alles umsetzen, was der Kunde will? Jein. Klar macht es für ein Unternehmen Sinn, auf aktuelle Entwicklungen und Themen aufzuspringen, aber im Kern geht es darum, was ein Unternehmen dazu sagen möchte. Dazu unser Geschäftsführer Alain Blaes im Gespräch mit dem prmagazin: „Man kann bei solchen Hype-Themen auch mitreden und Kompetenz signalisieren, indem man sich als neutraler oder sogar skeptischer Beobachter positioniert.“ Die Herausforderung für PR-Agenturen bestehe allerdings primär darin, Kunden bei genau dieser Positionierung zu beraten. (Quelle prmagazin)

Erst nachdenken, dann losrennen also. Das gilt übrigens für alle Themen und Projekte – egal ob Hype oder Standard-Thema, ob Pressemitteilung, Rapid Response oder Event.

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KI ist eine Erfindung des 20. Jahrhunderts. Vorarbeiten und Vordenker aller Art gab es allerdings schon lange: Über Jahrhunderte hinweg wimmelte es in Legenden beispielsweise von Homunculi, dem Golem und anderen künstlichen Geschöpfen. Es gab aber auch Versuche, menschenähnliche Intelligenz in Form mechanischer Apparate zu produzieren. Ein vermeintlich technisches Wunderwerk seiner Zeit war der „Schachtürke“ aus dem Jahr 1770. Er spielte gegen Könige und Kaiser, und sogar der englische Mathematiker Charles Babbage verlor gegen ihn. Der Schachtürke war jedoch keine „KI-Meisterleitung“, sondern schlichter Betrug: In dem Automaten steckte ein Mensch. Auch heute noch versehen Anbieter in maßloser Übertreibung Computer oder Smartphones mit dem Etikett „KI“, weil sie über Sprachassistenten verfügen oder die Kamerafunktionen verbessern.

Was aber macht KI aus? Was unterscheidet echte Künstliche Intelligenz von Pseudo-KI? Das Herzstück der Künstlichen Intelligenz sind Algorithmen, die in riesigen Datenmengen Muster, Korrelationen und Trends aufspüren. Mit steigendem Datenvolumen werden Ergebnisse und Treffergenauigkeit immer besser. Bei intelligenten Fahrsystemen und beim autonomen Fahren trifft KI sogar völlig selbstständig die richtigen Entscheidungen – zumindest sind wir auf dem besten Weg dahin. 

Für die allermeisten Anwendungsszenarien ist KI jedoch nicht geeignet. Hier analysiert sie zwar die Daten und liefert Empfehlungen, etwa bei der medizinischen Diagnostik oder der Predictive Maintenance. Entscheiden muss letztendlich aber der Mensch. Manche sprechen daher in diesen Fällen von „erweiterter Intelligenz“, auch als Augmented Intelligence bekannt. 

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Am gestrigen adesso digital day in der Motorworld Köln stand das Thema Customer Experience Management, kurz CEM, im Fokus. Unternehmen unterschiedlichster Branchen berichteten über ihre Erfahrungen – Herausforderungen wie Erfolge – beim Aufsetzen und Managen von CX-Projekten. Und in ergänzenden Workshops konnten sich die knapp 200 Teilnehmer inspirieren lassen und Ansätze für eigene Projekte mit nach Hause nehmen.

Auch wenn Customer Experience und der damit einhergehende Customer-Centricity-Gedanke gefühlt ein alter Hut sind, hapert es an der Umsetzung – je nach Branche – noch gewaltig. Das liegt unter anderem an den vielen Altsystemen, die nicht „miteinander sprechen“ und diese Datensilos gibt es in der Praxis mehr als genug. Aber auch an Mut, Digitalisierungsprojekte anzugehen und neuen Ideen genügend Raum zu geben, mangelt es.

Die Kunden haben immer höhere Anforderungen an die Interaktion mit Unternehmen: Stichwort „konsistentes Omnichannel-Erlebnis“. Sie wollen, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden – und sie haben mehr denn je die Macht, ihre Wünsche bei Unternehmen durchzusetzen. Dank Social Media verbreiten sich schlechte Erlebnisse mit einer Marke oder einem Produkt rasant und erreichen viele potenzielle Interessenten, die so sicher nicht zu Kunden werden.

Damit sehen sich zwar hauptsächlich B2C-Unternehmen konfrontiert, aber auch im B2B-Umfeld müssen Unternehmen ihre Kundenkommunikation überdenken. Denn das, was wir im privaten Umfeld gewöhnt sind, erwarten wir im beruflichen ebenso. Der Anforderungshaltung an einen gewissen Grad der Individualisierung sehen sich auch B2B-Unternehmen gegenüber, die oft noch schlechter aufgestellt und weit davon entfernt sind, ihre Kundendaten möglichst zentral vorliegen zu haben.

Die Veranstaltung hat mir gezeigt, dass CX und insbesondere dessen Management eine der Herausforderungen für alle Branchen darstellt. Unternehmen, die hier den Anschluss verpassen, haben das Nachsehen, wenn sie mangels eines guten Daten-Managements und entsprechenden Individualisierungsgrades Cross- sowie Up-Selling-Chancen ungenutzt lassen oder die Kundenbindung gleich ganz auf der Strecke bleibt.

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