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Im zweiten Teil des Interviews mit unseren frisch gebackenen Juniorinnen erzählen uns Natascha und Louisa unter anderem von ihrem persönlichen Schlüsselerlebnis bei PR-COM, gestehen, was bis heute nicht zu ihren Lieblingsaufgaben zählt, und verraten, was sich hinter #vololove verbirgt.

Gibt es etwas, das euch zu Beginn eures Volos noch weiche Knie bereitet hat und worüber ihr heute nur noch müde lächeln könnt? 

Louisa: (wie aus der Pistole geschossen) Ganz klar: Follow-up. Es ist nach wie vor nicht meine Lieblingsaufgabe, aber mit der Zeit wird man entspannter. Gerade am Anfang kennt man die Journalisten nicht und hat bei jedem Anruf Angst davor, dass sie „gemeine Fragen“ zum Unternehmen stellen, die man im schlimmsten Fall nicht beantworten kann. Mittlerweile weiß ich, dass die meisten Journalisten echt entspannt und nett sind. Außerdem habe ich gelernt, dass man nicht alles wissen muss und es okay ist, wenn man den Gesprächspartner vertröstet und die gewünschte Information nachliefert. Denn im Endeffekt sind auch Kunden und Journalisten nur Menschen.  

Natascha: Da kann ich Louisa nur zustimmen. Bei mir waren es neben dem Follow-up aber auch noch die Update Calls mit den Kunden. Da wir viele internationale Kunden betreuen und viele englische Ansprechpartner haben, musste ich auch noch auf Englisch den Eindruck erwecken, dass ich genau weiß, wovon ich rede. Aber mit der Zeit wird man viel sicherer, man gewinnt an Erfahrung und wird selbst zum Experten – dann hat man auch automatisch weniger Angst, Fehler zu machen.

Erzählt uns doch von eurem persönlichen „Schlüsselerlebnis“. War es eines der schönen oder der schlimmen Sorte? 

Natascha: Ein konkretes Schlüsselerlebnis gab es bei mir nicht, es waren eher die kleineren und größeren Erfolge, die zeigten, dass man immer besser wird. Durch die Anhäufung von Ereignissen und positiven Erfahrungen, zum Beispiel, wenn meine Vorschläge gut ankommen, ob intern oder extern, meine Ideen positiven Anklang finden oder Projekte und Aufgaben einfach so funktionieren, wie ich es mir überlegt habe – dann macht es irgendwann Klick und man weiß, man ist angekommen.  

Louisa: Das stimmt, eigentlich ist jedes Erlebnis, in dem man über sich hinauswächst, ein Schlüsselerlebnis. Ein konkretes Beispiel, das mir nachhaltig in Erinnerung bleibt, ist aber auf jeden Fall die it-sa 2016. Nach knapp drei Monaten bei PR-COM war es das erste große Projekt, das ich relativ eigenständig organisiert habe. Nachdem ich rund zehn Termine an Land gezogen hatte, war klar: Das Ding habe ich erfolgreich gewuppt. 

Ähnlich ging es mir auch beim Interview mit dem Business Punk, das ich für unseren Kunden Brabbler organisiert hatte. Ich habe es mir natürlich nicht nehmen lassen und bin zum nächsten Kiosk, um mir eine Ausgabe zu sichern. Beim Durchblättern dachte ich mir: „Und das ist jetzt auf deinem Mist gewachsen“. Das war schon ziemlich cool. 

Welche Rolle nehmt ihr in der PR-COM-Crew ein? Was denkt ihr, welche Funktion würden euch eure Kollegen zuschreiben? 

Louisa: Ich denke, wenn ich mich an dieser Stelle als „Schlaumeierle“ bezeichne, werden einige Kollegen sicher zustimmend nicken. Das liegt jetzt aber nicht nur daran, dass ich gerne Recht habe (Anm. der Redaktion: denn das ist schon so). Ich glaube, die Kollegen wissen es auch zu schätzen, wenn sie sich mit Fragen zu Interpunktion oder Grammatik gerne jederzeit an mich wenden können. 

Natascha: Mir wurde mal gesagt, dass ich in meinem Team die integrierende, harmonisierende Rolle einnehme – ich wäre sowas wie der Klebstoff, da ich zu allen einen guten Draht habe. Das fand ich sehr schön, denn diese Rolle übernehme ich gerne. Ansonsten ist den meisten sicher aufgefallen, dass ich so einen leichten „Modeschatten“ habe und ich damit, nach Aussagen einiger Kollegen, für einen gewissen Glamour-Faktor bei PR-COM sorge. 

Hand aufs Herz: Was macht PR-COM in euren Augen zu einem #greatplacetowork? 

Louisa: PR-COM hat branchenweit einen hervorragenden Ruf, sowohl bei Journalisten als auch bei Unternehmen und dem Wettbewerb. Ich persönlich finde es außerdem super, dass die Agentur mitten im Herzen Münchens ist. Aber natürlich gibt es hier auch tolle Kollegen, mit denen man gerne mal freitags die Sektkorken knallen lässt. 

Natascha: Ja, die Kollegen und der Zusammenhalt in der gesamten Agentur sind wirklich toll: man findet immer ein offenes Ohr. Hervorzuheben ist auf jeden Fall auch die Work-Life-Balance und die kleinen Extras wie der Fitness Friday oder der Obstkorb. Aber auch die Qualität unserer Arbeit, denn man kann sich sicher sein, dass alles, was rausgeht, perfekt ist. 

Zu guter Letzt: Was gebt ihr der folgenden Generation PR-COM-Volontären mit auf den Weg? 

Louisa: Sucht euch auf jeden Fall einen Verbündeten. Wir hatten das Glück, relativ kurz hintereinander in unterschiedlichen Teams bei PR-COM zu starten, da haben wir uns natürlich viel ausgetauscht oder, wenn nötig, auch gegenseitig Mut zugesprochen. Deswegen haben wir auch einen eigenen Hashtag: #vololove (Anm. Louisa: vololov wäre ein Palindrom, aber wir haben uns bewusst für die Schreibweise vololove entschieden; Anm. d. Redaktion: soviel zum Thema Schlaumeierle).

Natascha: Ein Verbündeter ist Gold wert! Habt keine Angst davor, zu scheitern und seid mutig – auch in schwierigen Situationen. Es ist immer besser, Dinge direkt und auf kurzen Wegen anzusprechen, als sich stundenlang Sorgen zu machen. In den meisten Fällen sind die Fehler, die einem passieren, nämlich gar nicht so schlimm. 

Abschließend waren sich beide einig: IT ist tatsächlich spannender als viele denken: Klar es ist jetzt nicht wie bei Samantha in „Sex and the City“, aber du bist am Puls der Zeit und setzt dich täglich mit aktuellen digitalen Trends auseinander. Also nicht einschüchtern lassen, traut euch!

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Als Teil unserer PR-COM-Crew wurden Louisa und Natascha schon vorgestellt. Nachdem beide jetzt ihr Volontariat bei PR-COM erfolgreich absolviert haben, wollten wir es nochmal ganz genau wissen und haben die zwei frisch gebackenen Juniorinnen zum Interview eingeladen. Im ersten Teil erzählen sie, was sie alles gelernt haben, verraten, wie sie in der PR gelandet sind, und erklären, was sie sich für zukünftige Volontäre wünschen. 

Vor Kurzem habt ihr beide euer Volontariat bei PR-COM erfolgreich abgeschlossen – herzlichen Glückwunsch! Für alle, die nicht aus dem PR-Bereich kommen: Was lernt man eigentlich in so einem Volontariat?

Natascha: Neben den Hard Skills wie den Grundlagen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Projektplanung und redaktionellen Basics lernt man vor allem alles über die richtige Kommunikation an vorderster Kundenfront. Mit der Zeit entwickelt man gute Überlebensstrategien im Arbeitsalltag und weiß, wie man auch schwierigen Rückfragen und Projekten mit der nötigen Ruhe und Gelassenheit begegnen kann. 

Louisa: Vor allem lernt man viel über sich selbst. Wie gehe ich selbst mit Problemen um? Wie kann ich gut auf Leute zugehen? Wie kommuniziere ich richtig? Das klingt vielleicht trivial, ist in manchen Situationen aber gar nicht so einfach. Außerdem mussten wir lernen, uns selbst und unsere Aufgaben zu strukturieren und zu organisieren.

Natascha: Und das während des täglichen Agenturbetriebs, denn der Plan, den man sich am Morgen gemacht hat, wird im Laufe des Tages gut und gerne noch tausendmal umgeschmissen. (lacht) 

Astronautin, Ärztin, Automechanikerin – warum genau hat es euch in die PR gezogen? 

Natascha: Nach meinem Literaturstudium ging es mir wie vielen: Ich war erstmal ziemlich orientierungslos, doch ich wusste schon immer, dass ich „irgendwas mit Kommunikation“ machen möchte. Für die PR habe ich mich letztlich entschieden, weil ich es unglaublich spannend finde, wie Sprache und Kommunikation zum Erfolg eines Unternehmens beitragen können und welchen Einfluss sie auf die Außenwirkung haben. 

Louisa: Eigentlich wollte ich immer Journalistin oder erfolgreiche Schriftstellerin werden, habe mich dann aber doch für die Gegenseite entschieden, da PR eben mehr ist als reines Schreiben und mir deshalb noch vielfältiger erschien. Schon während des Studiums habe ich mich mit der Außenwirkung von Medien und Kommunikation auseinandergesetzt, und damit, wie Kommunikation die Menschen beeinflussen kann – und umgekehrt. Spätestens nach einem PR-Seminar beim Pressesprecher der Uniklinik Köln war klar, dass ich später auch in diese Richtung gehen möchte. 

Welches Resümee könnt ihr nach eurem Volontariat ziehen? Was hat euch besonders gut gefallen?

Natascha: Das Tolle an einem Volontariat in einer Agentur wie PR-COM ist die Vielseitigkeit der Aufgaben. Wir betreuen unterschiedliche Kunden aus verschiedenen Bereichen, da bekommt man viel mit. Außerdem konnten wir schon nach wenigen Wochen mitarbeiten. Klar, anfangs hat man noch ein bisschen Welpenschutz, aber eigentlich konnten wir direkt loslegen, denn uns wurde von Anfang an Vertrauen entgegengebracht und Spielraum gegeben. Die letzten eineinhalb Jahre waren für mich wichtig und lehrreich, denn jetzt fühle ich mich absolut bereit und habe das Selbstbewusstsein und die Sicherheit, um Kunden souverän gegenüberzutreten und sie kompetent zu beraten.

Louisa: Das Volontariat war eine gute Ausbildung und ich bin dankbar, dass wir – anders als in manch anderen Agenturen üblich – die Zeit hatten, uns zu entwickeln und langsam in unsere Aufgaben hineinzuwachsen. Man hatte die Möglichkeit, sich auszutoben und Projekte selbst zu übernehmen, aber trotzdem wurde man nie allein gelassen. In unseren Teams stand uns immer jemand zur Seite, bei dem wir uns rückversichern konnten. Gerade der Kundenkontakt kann am Anfang ganz schön tricky sein und da ist es wichtig, dass man gut eingelernt wird. Nur so hat man später die nötige Erfahrung, um Kunden auch selbstständig zu betreuen. 

Was würdet ihr euch für zukünftige Volontäre wünschen?

Louisa: So ein Dokument für Neulinge wäre eine coole Sache. Am Anfang prasseln so viele Informationen auf einen ein und man bekommt so viele Dinge erklärt, da wäre es super, wenn man neuen Kollegen etwas an die Hand geben könnte. In so einem „Handbuch“ könnte man die wichtigsten Grundlagen und Arbeitsweisen bei PR-COM auch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nachschlagen – egal ob Volontär, Berater oder Redakteur. Dann müsste man den Kollegen auch nicht so oft dumme Fragen stellen – da hätte also jeder was davon. (lacht) 

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Bühne frei für die Brabbler AG! Und Bühne frei trifft es hier recht gut, denn die Gründer des Münchner Start-ups zählen zu den A-Promis der IT-Branche: Karsten Schramm, Peter Köhnkow und Eric Dolatre gründeten vor mehr als 20 Jahren GMX und sind damit in den Olymp der Digitalen Kommunikation aufgestiegen.

Seit dem Verkauf 2001 (es gab da Differenzen in der strategischen Ausrichtung mit dem Hauptinvestor) ist das Kapitel GMX für die drei abgeschlossen – ihre GMX-E-Mail-Adresse haben sie aber bis heute im Einsatz.

Im Jahr 2015 starteten sie gemeinsam mit dem Finanzexperten Jörg Sellmann nun ihr neues Projekt und stellen sich seither einer der größten Herausforderungen der digitalen Welt überhaupt: dem Schutz von Privatsphäre und Vertraulichkeit in der digitalen Kommunikation.

Inzwischen arbeiten die GMX-Veteranen gemeinsam mit Kollegen aus 23 Ländern an der App „ginlo“, einer vollverschlüsselten Kommunikationsplattform, die Privatsphäre für Privatpersonen und Vertraulichkeit für Unternehmen sicherstellt.

Einen wichtigen Meilenstein erreichte das Unternehmen im Januar 2018 mit dem Produktlaunch des Business-Messengers ginlo @work. Unternehmen steht damit endlich eine vollverschlüsselte Kommunikationsplattform für Mitarbeiter zur Verfügung, die über den ginlo Team Manager von den IT-Abteilungen zentral verwaltet werden kann. Der Zugriff auf sämtliche Inhalte ist allein den Unternehmen beziehungsweise deren Nutzern möglich. Damit ist gewährleistet, dass die Mitarbeiter zu 100 Prozent vertraulich und effizient kommunizieren und Daten austauschen können.

Die Lösung ist made & hosted in Germany und ermöglicht bereits jetzt eine DSGVO-konforme Nutzung. Damit stellt Brabbler endlich eine sichere Alternative zu den US-amerikanischen Diensten wie WhatsApp oder Slack bereit.

Geplant ist außerdem eine Version von ginlo für Privatnutzer. Die öffentliche Betaphase, in der interessierte User die App auf Herz und Nieren testen konnten, wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Auch bei dieser Version von ginlo werden sämtliche Inhalte durch Vollverschlüsselung geschützt. Durch ein kostenpflichtiges Abo-Modell ist außerdem sichergestellt, dass die Nutzer mit Geld bezahlen – und nicht wie bei vermeintlichen „Kostenlos“-Diensten à la Facebook Messenger durch versteckte Werbung oder durch die Zustimmung zum Sammeln und Verkaufen der eigenen Profil- und Nutzungsdaten.

P.S.: Brabbler heißt derzeit Pilotkunden herzlich willkommen! Interessierten steht eine vollumfängliche Version von ginlo @work für 30 Tage kostenlos unter https://www.ginlo.net/de/business zur Verfügung.

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Einige meiner Kollegen sprechen immer wieder darüber, dass die E-Mail das Kommunikationstool Nr. 1 ist (wie beispielsweise Franzi). Immer mehr Unternehmen nutzen allerdings Chat- oder Messenger-Dienste wie Slack oder auch WhatsApp für ihre Kommunikation. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Messaging-Apps ermöglichen es, jederzeit und an jedem Ort zu kommunizieren – in Zeiten der ständigen Erreichbarkeit und der oft gewünschten Rund-um-Verfügbarkeit also ein absoluter Pluspunkt. Fragen können damit unkompliziert auf direktem Weg geklärt werden und da auf Höflichkeitsfloskeln wie Begrüßung oder Verabschiedung verzichtet werden kann, spart man sich auch noch Zeit.

Klingt also eigentlich alles ganz gut. Wäre da nicht die Sache mit dem Datenschutz. Denn was man bei all den Vorteilen nicht vergessen darf: Viele dieser Anbieter sind amerikanische Konzerne mit – und an dieser Stelle muss ich jetzt einfach mal so ehrlich sein – haarsträubenden Nutzungsbedingungen. Nicht zuletzt durch die DSGVO, die ab 25. Mai 2018 gilt, kann der Einsatz von Messengern damit zu einem hohen Risiko für Unternehmen werden.

Denn auch wenn Sie nicht zu den Kandidaten gehören, die „mal eben die aktuellen Geschäftszahlen über WhatsApp rüberschicken“, die wenigsten Nutzer sind sich tatsächlich bewusst, welche Rechte sie den Anbietern einräumen, wie beispielsweise den Zugriff auf gespeicherte Kontakte oder auf personenbezogene Daten, die es den Diensten ermöglichen, persönliche Benutzerprofile zu erstellen.

Aber – und ich denke, hier sind wir uns alle einig – Messenger sind einfach viel zu bequem, um sie den Mitarbeitern grundsätzlich zu verbieten. Zumal sie, bei richtigem Einsatz, sogar eine sichere Alternative zur E-Mail, dem amtierenden Platzhirsch unter den Kommunikationsmethoden, darstellt. Unternehmen sollten deshalb nach europäischen Diensten Ausschau halten, die komplett verschlüsselt werden, also nicht nur während der Datenübertragung, sondern auch bei der Datenlagerung auf den Endgeräten und Servern.

Eine weitere Möglichkeit ist der Einsatz von sogenannten Container-Lösungen, die sicherstellen, dass bestimmte Anwendungen und Daten in einem abgeschotteten Umfeld, dem Container, laufen. Die Daten sind dann vom Rest des Geräts isoliert und ein unerlaubter Datenabgleich damit nicht mehr möglich.

Und so können dann endlich auch die weniger seriösen Fotos der letzten Weihnachtsfeier mit allen Kollegen geteilt werden.

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Ich sag es jetzt mal so: Meine Eltern sind langsam in einem Alter, in dem sie sich schon Gedanken darüber machen, was mal passiert, wenn sie nicht mehr da sind. Deswegen fand ich mich vor Kurzem in einem recht unangenehmen (wenn auch unbedingt notwendigen) Gespräch mit meinem Vater wieder, in dem er mir erklärt hat, wo wir im Fall der Fälle sein Testament, seine Patientenvollmacht und die wichtigsten Passwörter finden. Moment – Passwörter? Den Amazon-Account wird man schon irgendwie kündigen können, oder nicht?

Ganz so einfach ist es aber gar nicht, auch wenn mein Vater im Netz weit weniger involviert ist als beispielsweise meine Wenigkeit oder andere Mitglieder der Generation Y. Außerdem umfasst unser digitales Leben natürlich viel mehr als nur unseren Amazon- oder E-Mail-Account. Grund genug, sich einmal ausführlich damit auseinanderzusetzen, was eigentlich mit unseren Daten passiert, sollten wir einmal nicht mehr sein.

Eine Veranstaltung, die sich mit ebendieser Thematik beschäftigt, ist die digina 2017 in München. Die Konferenz stellt das digitale Leben in den Fokus und gibt Antworten auf neue, bisher unbeantwortete Fragen:  

Wie lässt sich dieses Leben verwalten und schützen? Wie bewahrt man das Wichtigste dauerhaft? Wie gibt man es an die nächste Generation weiter? Wie verwaltet man dieses digitale Erbe? Den digitalen Nachlass? Wer hilft dabei? Welche Fallstricke warten? (Quelle: https://digina-conference.com)

Auf der diesjährigen digina sind zahlreiche interessante Speaker aus Wirtschaft, Politik und der Medienwelt vertreten – und wenn es um Datenschutz geht, darf unser Kunde Brabbler natürlich nicht fehlen. Karsten Schramm, Aufsichtsratsvorsitzender der Brabbler AG und leidenschaftlicher Privatsphäre-Blogger, spricht über das Thema „Vorsorgefunktion digitaler Nachlass als unternehmerische Verantwortung“.

Auch wenn man dieses Thema gerne von sich wegschiebt und ich beim Schreiben dieses Blogs mehrfach auf Holz klopfen musste, zum Abschluss noch ein kleiner Call to action: Testament oder Patientenverfügung sind nicht spießig, sondern #schlau, also kümmert euch. Ob digital oder analog.

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Ein bisschen gleicht der Beruf des PR-Beraters ja auch dem des Detektivs: Wir sind immer auf der Suche nach neuen Themen und spannenden Trends im Bereich IT. Denn auf gar keinen Fall sollen unsere Kunden das erzählen, was alle anderen auch schon erzählt haben. 

Durch die stetig wachsende Informationsflut sind wir ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und innovativen Trends in den Bereichen Kommunikation und Public Relations, um die immer anspruchsvoller werdenden Zielgruppen zu erreichen. Aktuell hat es uns besonders der Bereich Virtual Reality angetan.

Bislang ist VR noch eher im Gaming-Bereich angesiedelt und hat den Ruf eines Geek-Gadgets. Und, zugegeben, ein bisschen befremdlich sehen die Brillen auch immer noch aus (wie unsere Kollegen Alain und Hanna erst kürzlich aus erster Hand erfahren durften). Hinter der Technologie verbirgt sich ein bisher noch wenig ausgeschöpftes Potenzial – insbesondere für die Unternehmenskommunikation.

Die Vorteile von Virtual Reality in der Unternehmenskommunikation:

1. Uneingeschränkte Aufmerksamkeit
Der Einsatz von VR-Brillen ermöglicht es dem Nutzer, in eine ganz eigene, dreidimensionale virtuelle Welt einzutauchen. Egal, was kommuniziert werden soll: Die ungeteilte Aufmerksamkeit des Rezipienten ist hier sicher. Unnötig zu erklären, dass das ein ganzes Eck mehr Spaß macht als das Lesen einer Pressemitteilung – ganz egal, wie locker-flockig sie geschrieben oder wie abgefahren das Schmuckbild ist.

2. Emotionale Wirkung
Außerdem lassen sich durch Filme deutlich schneller Emotionen transportieren als durch das geschriebene Wort. Natürlich darf man die eigentliche Botschaft nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn der Kunde die Verfolgung durch einen Horror-Clown vielleicht nicht so schnell vergisst, hat sie mit der Performance der neuen Festplatte nicht allzu viel zu tun.

3. Erlebbare Consumer Experience
Virtual Reality ermöglicht Storytelling in einer ganz neuen Dimension. Inhalte und Botschaften werden durch das Eintauchen in eine virtuelle Welt zu einem echten Erlebnis: ob nun den Besuch eines Rechenzentrums oder den Spaziergang durch die Räumlichkeiten des zukünftigen Arbeitgebers.

Aktuell steckt der Einsatz von Virtual Reality in der Kommunikation noch in den Kinderschuhen, aber wir können kaum erwarten, mit unseren Kunden die ersten emotionalen Projekte umzusetzen.

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Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich in einer Agentur für IT arbeite, denn um ehrlich zu sein, habe ich mir vorher um die Themen Datenschutz und Privatsphäre nur wenig Gedanken gemacht. Sicher, ich habe nicht jedes Bild auf meiner Facebook-Chronik zugelassen und niemandem durch ein Status-Update meinen aktuellen Beziehungsstatus verraten. Aber meine Schritte wurden von einem Fitness-Tracker gezählt, privat kommuniziere ich selten über einen anderen Kanal als WhatsApp und ich bin in so gut wie jedem sozialen Netzwerk vertreten – abgesehen von Snapchat, dafür bin ich einfach zu alt.

Durch meine Kunden und den täglichen Umgang mit den Themen Datensicherheit und Privatsphäre stellt sich mir nun aber immer häufiger die Frage: Warum gebe ich meine Daten eigentlich freiwillig her? Was passiert mit diesen Daten? Und vor allem: Ist es durch die fortschreitende Digitalisierung überhaupt noch möglich, meine Daten zu schützen?

Diese Fragestellung spaltet nicht nur meinen Freundeskreis, sondern auch die Gesellschaft. Ein großer Teil der Bevölkerung (und zu diesem Teil habe ich lange Zeit selbst gezählt) hat sich mit dem Kontrollverlust abgefunden. Experten sprechen hier von einer Post-Privacy-Gesellschaft, also einer Gesellschaft, in der – wenigstens in der digitalen Welt – keine Privatsphäre mehr existiert. Auch Experten teilen bereits diese Sichtweise, wie beispielsweise Eugene Kaspersky in einem Interview mit Heise online:

Datenschutz ist wahrscheinlich nur noch in einem entlegenen sibirischen Dorf oder auf einer weit entfernten pazifischen Insel möglich, auf der es keinen Mobilfunk, kein Internet und keine Sicherheitskameras gibt.

Ganz so weit wie Herr Kaspersky würde ich allerdings nicht gehen. Denn einige Wenige haben den Kampf gegen die Datenkraken aufgenommen und versuchen weiterhin, die Auflösung der Privatsphäre aufzuhalten. Zahlreiche Apps bieten inzwischen sichere Alternativen zu WhatsApp, Passwort-Manager helfen bei der Verwaltung von Passwörtern, die komplizierter sind als das standardisierte Hallo1234, und auch ein verschlüsselter E-Mail-Verkehr wird zunehmend wichtiger.

Im professionellen Kontext wird der Sicherheit vertraulicher Daten zwar mehr Bedeutung beigemessen, der Tragweite sind sich aber dennoch nicht alle bewusst. Ein Bekannter von mir hat kürzlich berichtet, dass er sich mit seinen Kollegen meist via WhatsApp über aktuelle Angebote oder Quartalszahlen austauscht. Zitat: „Das ist jetzt vielleicht nicht der sicherste Kanal, aber hey!“

Das Schlimmste ist: Ich weiß genau, was er meint. Wir sind es einfach gewohnt, schnell und unkompliziert zu kommunizieren, und das am besten noch ohne einen Cent dafür zu bezahlen. Dennoch sollten wir manchmal innehalten und uns kurz wundern, warum die neueste App jetzt eigentlich Zugriff zu meinen Kontakten möchte, oder uns fragen, was genau denn nun tatsächlich in den AGBs steht, und so unsere Privatsphäre in der digitalen Welt ein bisschen länger bewahren.

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Als Mitarbeiter in einer Kommunikationsagentur machen wir in unserem Job vor allem eins: kommunizieren. Und das tun wir überwiegend digital. Geschichten aus Zeiten, in denen Pressemitteilungen per Post verschickt wurden, können in unserer Agentur nur noch wenige erzählen. Der zentrale Vorteil digitaler Kommunikation liegt auf der Hand: Effizienz. Aber manchmal müssen wir angesichts der Gepflogenheiten in der digitalen Kommunikation einfach nur den Kopf schütteln.  

Ein Beispiel: die tägliche E-Mail-Schreiberei. Mal ehrlich: Wie oft haben wir schon eine E-Mail formuliert, nur um sie dann doch wieder zu löschen? Wie oft haben wir einen Kollegen gebeten, eine erhaltene E-Mail ebenfalls zu lesen, nur um sich anschließend über den implizierten Subtext austauschen zu können (ja, ja, da haben sich die Vorlesungen zu Textanalysen und Gedichtinterpretationen nämlich doch noch gelohnt)?

Während man die tägliche Knobelei, was jetzt genau mit dem Inhalt einer E-Mail gemeint sein könnte, noch als Denksport verbuchen kann, ist der Verlust der Umgangsformen ein weit größeres Ärgernis. Denn in der neuen Kommunikationslogik werden Anreden und Abbinder häufig vernachlässigt. Klar, wenn die zwölfte Ein-Satz-E-Mail geschrieben ist, fehlt die Geduld für langes Vorgeplänkel. Von einem Mindestmaß an Umgangsformen sollte man allerdings dennoch ausgehen können – nicht ohne Grund wurde uns schon in unserer Kindheit der heiß begehrte Keks mit einem langgezogenen „Wie heißt das Zauberwort?“ verwehrt.  

Ein weiterer Nebeneffekt der Digitalisierung unserer Kommunikation begegnet uns durch den inflationären Einsatz von Emojis im täglichen E-Mail-Verkehr. Ja, manchmal hat man Grund zur Freude und wie sollten wir unsere Gefühle in einem emotionslosen Tool wie einer E-Mail sonst darstellen? Trotzdem sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass Smileys insbesondere im professionellen Kontext häufig fehl am Platz sind. Spätestens in journalistischen Texten haben sie schlicht nichts mehr zu suchen.

Digitalisierung hin oder her: Vielleicht ist es an der Zeit, doch mal wieder zum guten alten Telefonhörer zu greifen. Am besten mit Schnur.

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Ein Leben ohne Social Media? Kaum mehr vorstellbar. Auch Unternehmen haben die Bedeutung von Social-Media-Kanälen für die interne und externe Kommunikation längst erkannt und in Ihre Unternehmenskommunikation integriert – viele leider ohne konkrete Strategie. Deswegen holen sich einige Unternehmen einen erfahrenen Partner ins Boot, um in die Social-Media-See zu stechen, während andere einen überstürzten Kopfsprung in unbekannte Gewässer wagen.

Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, die Unternehmen bei der Umsetzung einer erfolgreichen Social-Media-Strategie beachten sollten.

1. Where’s the beef?

Wie überall gilt auch im Web 2.0: Wenn du nichts zu sagen hast, dann sag lieber nichts. Gerade in Sozialen Netzwerken kann das weitreichende Folgen haben: Wer nichts Spannendes zu erzählen hat, wird schnell abgestraft. Das „Entfolgen“-Knöpfchen ist halt doch noch ein wenig schneller und anonymer gedrückt als eine „Unsubscribe“-Mail.

2. Was wollen wir heute twittern?

In der internen und externen Kommunikation sind lange Freigabe- und Abstimmungsprozesse häufig an der Tagesordnung. Doch um an tagesaktuellen Branchendiskussionen in Sozialen Netzwerken teilzunehmen, bleibt dafür nicht viel Zeit. Umso wichtiger ist es, die Aktivitäten im Vorfeld so detailliert wie möglich abzustimmen. Dürfen Artikel von Wettbewerbern geteilt werden? In welchem Bereich will sich das Unternehmen positionieren? Nach dieser Planung sollten Unternehmen ihren Mitarbeitern bzw. der beauftragten Agentur soweit vertrauen, dass keine weitere Abstimmung mehr nötig ist. Denn Hand aufs Herz: wie aktuell kann ein Tweet sein, der einen Monat im Voraus abgestimmt wurde?

3. Vertrauen ist gut – Kontrolle aber auch

Eine aussagekräftige Erfolgsmessung in Sozialen Netzwerken allein über die Anzahl der Follower ist nicht ausreichend. Viel wichtiger sind Retweets, Likes und Kommentare, denn den Algorithmen von Google und Facebook ist unsere Follower-Zahl herzlich egal. Im Netz stehen zahlreiche (auch kostenfreie) Tools zur Verfügung, um den Erfolg in Social-Media-Kanälen zu messen. Ein Klick lohnt sich.

4. Aktion – Reaktion

Die Aktivität auf Social-Media-Plattformen darf sich nicht allein auf das Posten von interessanten Meldungen beschränken, vielmehr müssen Unternehmen sich aktiv vernetzen und Kontakte pflegen. Darüber hinaus ist eine schnelle Reaktionszeit entscheidend: Kommentare oder Kritik sollten nicht zu lange unbearbeitet bleiben – egal ob Lob oder Shitstorm-Flut.   

5. Drama, Baby!

Eine Sache bereitet vielen Unternehmen großes Kopfzerbrechen: Soziale Netzwerke brauchen Emotionen. Kommentare, über die wir unsere Köpfe schütteln; Videos, die uns zum Lachen bringen; Artikel, die uns nachdenklich machen. Natürlich eignen sich auch weniger emotionale Inhalte, dennoch gilt: Im Web 2.0 darf man sich ruhig auch einmal etwas trauen!

Abschließend lässt sich festhalten: Ein erfolgreicher Social-Media-Kanal erfordert ebenso viel Planung, Aufwand und Zeit wie die Umsetzung klassischer PR-Instrumente. Deswegen: Machen Sie #socialmedia. Aber nehmen Sie sich Zeit dafür!

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