„Datability“ – Big Data für Fortgeschrittene

„Datability“ – Big Data für Fortgeschrittene

Als die CeBIT im vergangenen Jahr nach „Shareconomy“ als Top-Thema für die CeBIT 2014 „Datability“ angekündigt hat, schien es erst mal, als wäre ein Trend geboren. Zumindest was kreative Wortschöpfungen anbelangt.

Denn auch das diesjährige Motto, das sich aus dem Markttrend Big Data sowie den Möglichkeiten seiner nachhaltigen und verantwortungsvollen Nutzung (Englisch: ability, sustainability, responsibility) zusammensetzt, will sinnstiftend sein und meint: „Die Fähigkeit, große Datenmengen in hoher Geschwindigkeit verantwortungsvoll und nachhaltig zu nutzen.“ So definieren es die Macher der CeBIT. Meint übersetzt, Big Data erleichtert das Leben – wenn man sinnvoll damit umgeht.

Die Peta- und Exabyte der heute in Unternehmen generierten Daten wollen, ja müssen schließlich strukturiert werden um daraus verwertbare Ergebnisse zu ziehen und letztlich die richtigen Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitzustellen. Egal ob es um Bild- und Videodaten, Analysedaten geschäftskritischer Anwendungen in Unternehmen und Forschung oder schlicht um das Datenvolumen aus Kommunikation und Social Media geht – Data Tiering ist das Schlüsselwort: Schließlich geht es um nichts geringeres als den Unternehmenserfolg. Bei Begriffen wie Business Intelligence, Business Analytics, Data Warehouse und Data Mining bekommt so mancher Unternehmenslenker schon mal glänzende Augen.

Strukturanalyse und Verfügbarkeit von Daten sind aber nur die eine Seite der Medaille, Datensicherheit und Zugriffskontrolle die andere. Welche Büchse der Pandora sich hier auftut, weiß seit Edward Snowden auch die breite Öffentlichkeit.

Gerade deshalb macht es Sinn, dass die Industrie den Stier bei den Hörnern packt und dem sinnvollen und sicheren Umgang mit Daten hohe Priorität einräumt. Als Motto der kommenden CeBIT haben die Verantwortlichen damit also ein gutes Näschen bewiesen. Wollen wir hoffen, dass es nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt.

Die GfdS (Gesellschaft für deutsche Sprache) wird sich auf jeden Fall freuen, dass dem Nachschub an Wortschöpfungen auch 2014 keine Grenzen gesetzt sind und sich die Anwärter für das „Wort des Jahres 2014“ schon mal in Startposition bringen.

In diesem Sinne, eine erfolgreiche CeBIT 2014!