PR und Start-ups – passt das zusammen?

PR und Start-ups – passt das zusammen?

Eine gute Idee, motivierte Mitarbeiter und viel positive Energie zeichnen die meisten Start-ups aus. Noch ein paar coole Social-Media-Kampagnen und die ein oder andere Werbung geschaltet, da müsste sich der Erfolg für das Start-up doch schnell einstellen, oder? So ist zumindest oft die Sichtweise dieser Unternehmen, verbunden mit eher wenig Verständnis dafür, warum die ganze Sache nicht so recht abgehen möchte, vor allem in Print- und Online-Publikationen. Stellt man die Frage, welche PR-Aktivitäten – also unter anderem die Ansprache von Journalisten – denn noch so geplant sind, herrscht oft Erstaunen. Schließlich werden eifrig die Social-Media-Plattformen bespielt und in Werbung investiert, klassische PR ist einfach zu „old school“ für ein Start-up. Da kommt schon mal die Frage, ob sowas noch zeitgemäß ist und nicht reine Geldverschwendung. 

Es geht ja nicht nur darum, sehr lange, trockene Presseinformationen zu erstellen und diese ganz traditionell an einen Presseverteiler zu versenden, entscheidend ist doch das „Wie“ und „Warum“: Wie kann das Produkt oder das Unternehmen öffentlichkeitswirksam gemacht werden und warum ist das notwendig? Gerade in Zeiten, in denen täglich etwas Neues passiert, das die Schlagzeilen bestimmt, ist es für Start-ups wichtig, glaubwürdig herauszustechen. Um das zu erreichen, ist eine integrierte Kommunikation ein bewährter Ansatz.

Egal, ob klassische PR, Social-Media-Aktivitäten oder Marketing, in allen Bereichen sollte die Zielgruppe genau definiert werden und wie diese erreicht werden kann. Je besser man seine Zielgruppe und deren Bedürfnisse kennt, desto erfolgreicher können die Informationen transportiert werden. Medien zum Beispiel sind interessiert an Geschichten, Nachrichtenwert und Relevanz für deren Leserschaft. Die Botschaften sollten frei von Werbung sein und Raum für eigene Interpretationen lassen. Die direkte Ansprache der Medien oder der Zielgruppe im Allgemeinen birgt natürlich immer die Gefahr des auch negativen Feedbacks in sich. Hieraus sollte man das Positive ziehen und als Möglichkeit zur Verbesserung für künftige Projekte sehen. 

Natürlich ist PR auch häufig eine Frage des Budgets. Oft kommt der Einwand, dass man den Erfolg von PR nicht wirklich messen und somit das Budget nicht rechtfertigen kann. Bei der Online-PR helfen KPIs (Key Performance Indicators), um Blogs, Posts und Tweets zu monitoren, also „Reichweite“, „Interaktion“ und „Einfluss“. Im klassischen Bereich werden die Veröffentlichungen (Clippings) in Print- und Online-Publikationen, Rundfunk oder Fernsehen gemessen. Dabei ist nicht unbedingt die Anzahl der Clippings ausschlaggebend, ob eine Aktivität erfolgreich war, als vielmehr eine qualitative Betrachtung der Ergebnisse. Bei der qualitativen Auswertung werden, unter anderem, die jeweiligen Erwartungswerte abgeglichen. So lässt sich der Kommunikationserfolg wirklich messen. Wurden die Ziele und die Reichweite erreicht? Ging der Ansatz auf oder müssen künftig Anpassungen erfolgen? 

Klassische PR passt also durchaus zu Start-ups. Wichtig ist, dass sich Unternehmen sowie Start-ups überlegen, was erreicht werden soll und dementsprechend die Maßnahmen planen und nicht von Anfang an bestimmte Aktivitäten ausschließen, weil diese vielleicht „altmodisch“ erscheinen.