Applikation

In diesem Jahr soll es so weit sein. 2014 werden mindestens 25 Prozent der neuen Geschäftsapplikationen von sogenannten Citizen Developers stammen. So zumindest prophezeite es Gartner auf seinem Symposium/ITxpo im Oktober 2009. Noch bleiben fast neun Monate Zeit bis zum 31. Dezember, aber ich wage schon einmal die Prognose: Gartner wird danebenliegen. Statt von einer Prognose hätte Gartner – wie so oft – besser von einer Handlungsanleitung gesprochen: „Unternehmen sollten ...“ oder besser noch „Unternehmen müssen …“. Denn Gartner trifft einen wunden Punkt. Aus Sicht der Fachabteilungen dauert die Anpassung oder gar die Entwicklung selbst einer einfachen Applikation schlicht zu lange. Hier werden schnelle Lösungen benötigt, die manchmal – auch das muss man dazu sagen – schon nach wenigen Monaten wieder ausgemustert werden.

Wenn es um Citizen Developers geht, kommen die berühmten Power User der 1990er-Jahre wieder zum Zuge. Gemeint sind damit beispielsweise Excel- oder SAP-Anwender aus den Fachabteilungen, die sich hervorragend mit ihren täglich genutzten Applikationen auskennen und schnell neue Lösungen für aktuelle Anwendungsprobleme finden.

Vor allem das Marketing und der Vertrieb im Einzelhandel, angefangen von Bekleidung über Elektronik bis zu Kosmetik, Lebensmitteln, Möbeln, Spielzeug und Sportartikeln, sind auf immer neue Applikationen angewiesen, mit denen sie die Effizienz ihrer Aktivitäten besser planen, überwachen und steuern können. Genau dies ist das Betätigungsfeld der Citizen Developers. Sie erstellen schnell und unkompliziert die benötigten neuen Applikationen. Einen guten Überblick über die aktuell dazu verfügbaren Tools liefert Gartner in dem Report „Magic Quadrant for Enterprise Application Platform as a Service“

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