Innovation

#Musiceverywhere ist bei uns ja gang und gäbe, die Leidenschaft für innovative Technologien sowieso; Minimalismus allerdings eher weniger (man schaue auf manche Schreibtische). Mit Niyazi gibt es daher die perfekte Ergänzung für unsere PR-COM-Crew. Und bei einer Frauenquote von knapp 70 Prozent freuen wir uns, euch heute auch endlich mal einen PR-COM-Mann vorzustellen.

Wie lange bist du schon bei PR-COM und in welcher Funktion?

Ich bin nun seit sechs Monaten die Teamassistenz eines fünfköpfigen Beraterteams. Als einziger Mann im Team fühle ich mich sehr wohl. smiley

Welche Projekte oder Themen liegen dir besonders am Herzen – privat und beruflich?

Ich finde die sich ständig wandelnde Welt der Technologien nach wie vor sehr spannend. Vor allem beobachte ich gerne die Entwicklung der Chancen und Risiken, die der ständige Wandel mit sich bringt – sowohl für den beruflichen als auch den privaten Aspekt. Außerhalb der Arbeit bin ich bemüht, ein gesundes Maß in der Nutzung innovativer Technologien einzuhalten. 

Was würdest du gern unbedingt noch einmal machen?

Ich würde sehr gerne mit meiner Kamera nach Südamerika reisen, um den Alltag einzufangen, vorzüglich nach Bolivien. Es gilt als das ärmste Land Südamerikas. Ich frage mich, wie dort der Rhythmus des Lebens pocht.

Beschreibe dich in drei Hashtags.

#Musiceverywhere
#Minimalistisch
#Sneakerhead

Beschreibe PR-COM in drei Hashtags.

#Kreativ

#Synergetisch
#Behaglich

Was ist für dich PR/Kommunikation in drei Hashtags?

#Aktualität
#Kuriosität
#Begleitung

Und zum Schluss: Was sollte man im Moment unbedingt hören/lesen/sich anschauen (Buch, Musik, Kino, Theater …)?

Im Münchner Westpark und Olympiapark gibt es jeden Sommer Kino unter freiem Himmel. Das Programm ist vielfältig, die Atmosphäre sehr angenehm und das Wetter passt ja eh.

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Auf diesen Blog meiner Kollegin Sandra möchte ich gern antworten.

Innovation ist natürlich eine conditio sine qua non für den Unternehmenserfolg. Tragisch genug, dass eine wahrhaftige Innovationskultur in deutschen Unternehmen eher selten anzutreffen ist. Ein paar zusätzliche und gut gemeinte Brainstormings reichen eben nicht aus, um Innovation tiefer zu verankern. Vielleicht brauchen wir in Zukunft tatsächlich so etwas wie einen Chief Innovation Officer. Der Zeit-Kolumnist Marcel Fratzscher ist übrigens der Ansicht, die Regierung solle mehr Geld in Innovation investieren. Ich glaube, das macht wenig Sinn, solange die Unternehmen selbst Innovation nicht als inhärenten Teil ihrer DNA begreifen.

So oder so, Innovation ist nicht alles. Sie braucht immer zwei wichtige Begleiter, um erfolgreich zu sein: den Zeitpunkt und die Kommunikation. Sandra hat recht: wenn der Markt nicht reif ist, hilft das beste Produkt nichts, Usability hin oder her. „Markt“, das sind aber nicht nur die Verbraucher, die ein Produkt zum „Kultstatus“ erheben können, sondern auch die Technologien: zu langsame Prozessoren, die zu schwachbrüstigen Geräten führen; eine zu lahme Internetverbindung, die jeden User zur Verzweiflung treibt; oder die fehlende Software, ohne die es keine zufriedenstellenden Response-Zeiten gibt – all das sind Killer für das bestgemeinte Produkt. 1993 war eben technologisch noch nicht reif für den Newton, das hat mit der Innovationskraft des Herstellers wenig zu tun. 14 Jahre später hat es dann mit dem iPhone ja geklappt.

Der zweite Begleiter im Bunde, die Kommunikation, ist ebenso essenziell. Das beste Produkt und der kaufgierigste Zielmarkt sind nichts wert, wenn das Produkt nicht oder nicht richtig kommuniziert wird; das kann jeder nachvollziehen (und das war beim Newton vielleicht auch der Fall). Erst im Zusammenspiel dieser drei Faktoren kann sich Erfolg etablieren. Fehlt ein einziger der Faktoren, klappt es nicht.

Dann noch Vereinigung von Germanisten und Informatiker. Germanisten, wirklich? Aber letztlich spielt es ja auch keine vorrangige Rolle. Wichtig ist tatsächlich die Verbindung beider Gehirnhälften und die Aufwertung der Kreativität in Unternehmen – von gesetzten Managern bislang naserümpfend verschmäht. Das schreit nach einer kulturellen Revolution in den Betrieben, und, damit einhergehend, wohl auch nach der Umwälzung bestehender Organisationen.

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Das Thema Digitalisierung scheint beim derzeitigen Bundeswahlkampf gerade besonders en vogue zu sein (Bemerkenswert: Jahre, nachdem die Piraten hip waren). Als vorbildlicher Wähler schleppte auch ich mich auf eine dieser Veranstaltungen, in denen mir 60jährige Männer im Ruhestand erzählen, was Arbeiten 4.0 sein wird. Dabei fiel ein Satz der mich von meinem Instagram-Newsfeed hochschauen lies: „Die Digitalisierung wird nur von Informatikern und Mathematikern gemacht! Das sind die Studiengänge, die wir fördern müssen.“ Vor meinem inneren Auge entzündete sich mein Abschluss in Philosophie und Germanistik spontan selbst, als ich mein iPhone wegsteckte.

Man möchte bei solchen Aussagen dringend zu einem Besuch im Museum of Failures in Helsingborg (Schweden) raten, um einmal über die Erfolgsfaktoren von Produkten beziehungsweise Technologien zu sprechen. Das Museum beinhaltet eine interessante Sammlung gescheiterter Produkte, darunter auch beispielsweise der Vorläufer des iPhones: der Apple Newton. Ein Versuch, auf dem damals aufkommenden Trend der PALM-Handhelden aufzuspringen. Zwar erreichte das Produkt Kultstatus, aber für eine digitale Wende wie das iPhone hat es nicht gereicht. Und so was aus der Innovationsschmiede Apple! Wie kommt’s?

Der entscheidende Faktor bei technischen Innovationen ist nicht allein der Hersteller, sondern vor allem der Verbraucher. Man spricht hier gerne von der sogenannten Usability. Der Newton beispielsweise war aus vielen Gründen kein massentaugliches Produkt. Die Lehren wurden gezogen und Jahre später folgte das iPhone. Ein Knüller!

Diese Aussage lässt sich auf neue Apps, Produkte und technische Innovationen übertragen. Wenn man ein Produkt nicht mehr aus der Hand geben mag, weil es den Alltag angenehmer gestaltet, eine Lücke schließt oder schlichtweg unterhält, dann haben wir einen Kandidaten für einen „Wandel“.

Was brauche ich also für eine gute digitale Idee? Eine Marktlücke, eine kreative Idee, diese zu schließen und eine schlüssige Umsetzung. Natürlich auch die stetige Bereitschaft meine Idee und die Usability auf das gleiche Level zu heben. Muss ich selbst dafür Informatiker oder Mathematiker sein? Nein. Was wirklich nötig ist, sind kreative Denker und logische Umsetzer in einem Team. Also liebe Germanisten und Informatiker – vereint euch!

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