Interview

Viele unserer Kunden starten mit PR-COM ihre ersten Schritte in die PR. Ergo kennen sie oft die Medienlandschaft nicht besonders gut und können zudem nicht einschätzen, welche Informationen für die Presse relevant sind und wie sie sich am besten als Experte in ihrem Themenbereich positionieren.

Mit einem Journalisten haben bis dato die wenigsten gesprochen. Das führt zu Unsicherheiten und im schlimmsten Fall zu falsch kommunizierten Botschaften.

Damit das gar nicht erst passiert, führen wir schon seit über zwei Jahrzehnten Medientrainings für Vorstände, Geschäftsführer, CIOs, CMOs sowie Produktmanager oder Sales-Mitarbeiter durch.

Ziel ist es, unter anderem zu vermitteln,

  • was PR im Rahmen des Kommunikationsmixes leisten kann,
     
  • wie wichtig eine integrierte Kommunikation ist, also ein Zusammenspiel aller Disziplinen im Kommunikationsmix,
     
  • wie die Medienlandschaft in den relevanten Branchen aussieht und
     
  • was die Do’s and Don’ts bei Pressegesprächen sind, beispielsweise wie Unternehmensvertreter auf Augenhöhe mit den Medien sprechen, ohne in Marketing-Sprech abzudriften.

Unsere Trainings bestehen aber nicht nur aus grauer Theorie. Das Augenmerk liegt auf der Umsetzung des Gelernten in die Praxis.

Wie das geht? Wir stellen eine Interviewsituation nach, die zudem gefilmt wird. So können wir im Anschluss eine detaillierte Analyse abliefern und gezielt Feedback zu Inhalten, Sprechweise sowie Gestik und Mimik geben. Die Interviewfragen kommen aus der Praxis: Sie beziehen sich auf das Unternehmen, den jeweiligen Themenbereich des Trainierten sowie das generelle Marktumfeld und Trendthemen der Branche.

Die Rückmeldungen unserer Kunden auf die Trainings sind durchweg positiv, so auch das oft begeisterte Feedback der Teilnehmer. Die gleichbleibend hohe Nachfrage zeigt zudem, dass Unternehmen verstehen, wie wichtig es ist, ihre Vertreter für Pressegespräche professionell ausbilden zu lassen. Wir empfehlen unseren Kunden daher für alle Mitarbeiter, die perspektivisch mit der Presse in Kontakt treten, ein Medientraining. Dann fühlen sich diese gut vorbereitet und sicherer, wenn sie das erste Mal mit Journalisten, sei es spontan auf Messen oder gezielt bei vereinbarten Interviews, sprechen sollen.

Außerdem sind Medientrainings ein wichtiger Schritt hin zu einer einheitlichen Kommunikation nach außen, da alle Mitarbeiter mit einer Stimme sprechen und nur die Messages in den Markt tragen, die vorab definiert wurden und eine Abgrenzung zum Wettbewerb dadurch erst möglich machen.

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Das mit der Kommunikation ist so eine Sache.

Wer sich nicht klar und deutlich ausdrückt, wird schnell missverstanden. Zu direktes Feedback führt zu Verstimmungen, und was es mit dem Subtext auf sich hat, wissen wir seit dem Beitrag meiner Kollegin „Sehr geehrter Ansprechpartner“. Und dann kommt noch erschwerend das Problem mit der Fachsprache dazu. So passiert es, dass fest definierte Begriffe für völlig andere Bedeutungen verwendet werden.

Anknüpfungspunkte für Missverständnisse gibt es genügend:  Zwischen Kollegen, Redakteuren oder dem Kunden. Umso wichtiger ist es, fachspezifisch präzise zu antworten und die richtigen Termini zu verwenden. Das ist leider nicht immer der Fall.

Beispiel Nummer eins: Der tägliche Wahnsinn – Fachspezifische Abkürzungen

In Unternehmen werden für die schnelle und einfache Kommunikation gern interne Abkürzungen verwendet. Das hat Vorteile, birgt aber auch Risiken: Es entsteht ein Wirrwarr aus Kürzeln, durch das keiner mehr durchblickt. Gerade als Externer ist dies schwer nachzuvollziehen. Kommunikationsprobleme sind vorprogrammiert: Oder wissen Sie auf Anhieb was diese Buchstaben bedeuten? BTA, GTIR, CM, GDPR, RVR, ...

Beispiel Nummer zwei: Briefing und Interview ist nicht das Gleiche

Wenn ein Kunde sich meldet und erzählt, dass er von einem Medium nach einem Interview gefragt wurde, ist das grundsätzlich etwas Schönes. Einige Zeit und Verwirrung später stellte sich die Situation dann aber ganz anders dar: Ich sollte einen Briefingtermin mit einem Kunden des Kunden organisieren, um eine gemeinsame Case Study zu schreiben, die dann später veröffentlicht werden soll. Genau! Ein gemeinsames Briefing ist etwas anderes als ein Interview mit einem Medium.

Beispiel Nummer drei: Freigaben

Freigabe-Prozesse mit unseren Kunden sind dafür da, um jegliche Form von Texten wie Artikel, Kommentare oder Pressemitteilungen abzustimmen und zu finalisieren, bevor diese an die Presse herausgegeben werden. So wird sichergestellt, dass nichts das Haus verlässt, dass der Kunde nicht auch zuvor gesehen und bestätigt hat. Andersrum funktioniert es leider nicht. Es ist nicht möglich, mit einem Artikel an eine Zeitschrift heranzutreten, ihn anzubieten und zu platzieren, um den Redakteur dann zu vertrösten, dass wir den Text so in der Form ja nicht veröffentlichen können, weil er nicht freigegeben ist. Auch wenn ich verstehe, dass Kunden die Meinung von Redakteuren schätzen, manche Abläufe, insbesondere bei Freigaben, können und dürfen nicht abgeändert werden.

Beispiel Nummer vier: Input ist nicht zwingend ein Artikel

Aber auch zwischen Redakteuren und uns verläuft die Kommunikation nicht immer reibungslos. Wir haben einen Schwerpunkt bei einem Magazin erfolgreich gepitcht und der zuständige Redakteur wollte zu einem spezifischen Thema gern einen Beitrag machen. (Die Betonung liegt darauf, dass er einen Beitrag erstellen wollte.) Hierzu forderte er Input von uns zum Kunden an. Wir haben ihm hierfür bereits erstellte Artikel und veröffentlichte Pressemitteilungen zur Verfügung gestellt und ebenfalls angeboten, seine möglichen Fragen schriftlich oder telefonisch zusätzlich zu beantworten. Darauf antwortete er in einer Mail, dass er jetzt irritiert sei, da er davon ausging, dass wir zusammen mit dem Kunden den Artikel erstellen.

Fazit: Ein Artikel kann zwar Input für einen anderen Artikel sein, Input ist aber nicht zwingend ein Artikel.

An diesen Beispielen wird ersichtlich, wie schnell Kommunikation einen in die Irre führen kann, wenn die Kommunikationspartner über unterschiedliches Fachwissen verfügen. Das führt ab und an zu einem schönen Lacher, aber manchmal erschwert es die Arbeit und sorgt für unnötige Mails und Telefonate.

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1. Inhalte

Gerade bei Pressegesprächen sollten Botschaften und Sachverhalte klar, eindeutig und verständlich vermittelt werden. Bringen Sie Beispiele und vor allem, folgen Sie einem roten Faden.

Kann Ihnen Ihr Gesprächspartner folgen? Ansonsten holen Sie ihn ab. Es geht nicht darum, alle Botschaften, die Sie vermitteln wollen, abzuarbeiten. Der Standpunkt eines Unternehmens, die eigene Sicht der Dinge – das ist es, was den Journalisten interessiert. Gerne angereichert durch persönliche Anekdoten und Erlebnisse. Versuchen Sie keine Marketing-Inhalte zu vermitteln oder Dinge zu „verkaufen“ – ansonsten wird es wahrscheinlich für längere Zeit das letzte Pressegespräch mit diesem Journalisten gewesen sein.

2. Körpersprache

Bringen Sie Ihre Körpersprache und die Inhalte in Einklang. Achten Sie auf eine aufrechte, offene Körperhaltung. Verschränkte Arme wirken abweisend und können ein Gespräch im Keim ersticken. Um das Gespräch lebendig zu gestalten, dürfen auch gerne die Hände eingesetzt werden. Maßvoll versteht sich. Achten Sie darauf, dass Sie nicht mit erhobenem Zeigefinger sprechen, das wirkt abschreckend.

3. Mimik

Ein positiver, freundlicher Gesichtsausdruck lädt zum Zuhören ein. Wirken Sie auf keinen Fall arrogant oder abweisend. Halten Sie während des Gesprächs Blickkontakt, so weiß Ihr Zuhörer, dass Sie voll und ganz bei der Sache sind.

4. Stimme

Versuchen Sie keine auswendig gelernten Inhalte wiederzugeben, das wirkt oft langweilig und einschläfernd. Leben Sie das, was Sie erzählen. Vermitteln Sie Ihre Energie mit Ihrer Stimme.

5. Kleidung

Hier gelten die Regeln wie bei einem Business-Meeting: Mit einem Anzug macht man alles richtig. Auch ein Blick auf das Schuhwerk verrät so einiges über den Träger. Hier müssen es nicht die teuren Designerschuhe sein, aber es sollte darauf geachtet werden, dass der Absatz nicht abgelaufen ist und die Schuhe geputzt sind.

Da ich es auch schon ganz anders erlebt habe, möchte ich noch ganz kurz auf das Begrüßungsritual (oder Verabschiedungsritual) eingehen: den Händedruck. Mit dem falschen Händedruck kann ein Gespräch vorbei sein, bevor es richtig angefangen hat; meine Lieblingsvarianten sind diese hier:

  • Toter-Fisch-Händedruck
  • Wackelpudding-Händedruck
  • Kneifzangen-Händedruck

Natürlich gibt es hier auch Zwischenstufen, die erspare ich uns aber. Ein fester, kurzer Händedruck ist der perfekte Start zu einem Gespräch (und auch ein perfekter Abschluss). Und bitte: Schauen Sie die Person, die Sie gerade begrüßen, an. Freundlich und offen.

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