Kommunikation

Ich bedaure, Ihnen mitteilen zu müssen, dass die traditionelle Form der zwanglosen, respektvollen Kommunikation nahezu ausgestorben ist.

Ein Gespräch – ob nun per Telefon oder von Angesicht zu Angesicht, ob privat oder geschäftlich – wird immer seltener. Die digitalen Errungenschaften und die Schnelllebigkeit der Zeit wirken sich auf die Art und Qualität unserer Kommunikation aus. Ein Beispiel? Zwei meiner Freunde standen vor Kurzem nebeneinander in der U-Bahn – sie schrieben über WhatsApp miteinander, bis ich dazwischen ging.

Auch der Büroalltag unterliegt einigen Veränderungen. Die E-Mail-Flut an manchen Tagen droht einen zu erschlagen. Das betrifft sowohl Quantität als auch Qualität der Nachrichten. Ich vermisse oft eine einfache Anrede, einen Gruß am Ende oder – ich weiß, das ist viel verlangt – genaue Informationen zu einem Projekt, simples Hintergrundwissen. Viele E-Mails gleichen einem Arbeitszuruf auf der Baustelle (Just realize the project!). Und oft weiß man als Empfänger der Nachricht nicht, worum es eigentlich geht. Das macht die Projektarbeit nicht gerade übersichtlich.

Eine Folge dieser „Ich-habe-keine-Zeit-für-nichts-Kommunikation“ ist, dass wir die Beziehung, unsere Bindung zueinander verlieren. Das betrifft mittlerweile leider auch die Kundenkommunikation. Egal in welche Richtung die Kommunikation verläuft: von Unternehmen-zu-Kunde, Unternehmen-zu-Unternehmen oder Unternehmen-zu-Dienstleister – es findet überall zeitgleich statt. Wir haben uns abgewöhnt, Tonlage, Gestik und Mimik als Teil der Kommunikation zu betrachten und reduzieren sie auf Textnachrichten, nur um augenscheinlich Zeit zu sparen.

Das ist traurig. Denn wie sollen Menschen eine Bindung zueinander aufbauen, ohne dass ihnen die Möglichkeit dazu gegeben wird? Allein das geschriebene Wort lässt wenig Spielraum für die persönliche Note (zumindest im Arbeitsalltag), dafür aber viel für Missverständnisse. Und das in einer Zeit, in der es nie zuvor so wichtig war wie heute, empathisch und kundenzentriert zu denken und zu handeln sowie präzise zu kommunizieren.

Hoffnung setze ich an dieser Stelle in die Videotelefonie oder die VR-Brillen. Sie verbinden die Menschen visuell über Entfernungen hinweg und fügen die getrennten Einzelteile der Kommunikation (Sehen, Hören, Fühlen) wieder zusammen.

Momentan ist es im Alltag doch oft noch leichter, zum Telefonhörer zu greifen als zur VR-Brille, um komplexe Sachverhalte gemeinsam zu analysieren. Doch auch das würde schon reichen, um den Umgang wieder zu normalisieren. Denn in der zwischenmenschlichen Beziehung geht es nicht nur um Worte, sondern darum, Gefühle, Gedanken und Ideen auszutauschen, für eine vertrauensvolle, respektvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit, die auf Empathie beruht.

Und ja, gut zu kommunizieren dauert Zeit und kostet Ressourcen. Aber wie viel mehr Ressourcen verschlingen missverstandene Arbeitsaufträge?

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Auf diesen Blog meiner Kollegin Sandra möchte ich gern antworten.

Innovation ist natürlich eine conditio sine qua non für den Unternehmenserfolg. Tragisch genug, dass eine wahrhaftige Innovationskultur in deutschen Unternehmen eher selten anzutreffen ist. Ein paar zusätzliche und gut gemeinte Brainstormings reichen eben nicht aus, um Innovation tiefer zu verankern. Vielleicht brauchen wir in Zukunft tatsächlich so etwas wie einen Chief Innovation Officer. Der Zeit-Kolumnist Marcel Fratzscher ist übrigens der Ansicht, die Regierung solle mehr Geld in Innovation investieren. Ich glaube, das macht wenig Sinn, solange die Unternehmen selbst Innovation nicht als inhärenten Teil ihrer DNA begreifen.

So oder so, Innovation ist nicht alles. Sie braucht immer zwei wichtige Begleiter, um erfolgreich zu sein: den Zeitpunkt und die Kommunikation. Sandra hat recht: wenn der Markt nicht reif ist, hilft das beste Produkt nichts, Usability hin oder her. „Markt“, das sind aber nicht nur die Verbraucher, die ein Produkt zum „Kultstatus“ erheben können, sondern auch die Technologien: zu langsame Prozessoren, die zu schwachbrüstigen Geräten führen; eine zu lahme Internetverbindung, die jeden User zur Verzweiflung treibt; oder die fehlende Software, ohne die es keine zufriedenstellenden Response-Zeiten gibt – all das sind Killer für das bestgemeinte Produkt. 1993 war eben technologisch noch nicht reif für den Newton, das hat mit der Innovationskraft des Herstellers wenig zu tun. 14 Jahre später hat es dann mit dem iPhone ja geklappt.

Der zweite Begleiter im Bunde, die Kommunikation, ist ebenso essenziell. Das beste Produkt und der kaufgierigste Zielmarkt sind nichts wert, wenn das Produkt nicht oder nicht richtig kommuniziert wird; das kann jeder nachvollziehen (und das war beim Newton vielleicht auch der Fall). Erst im Zusammenspiel dieser drei Faktoren kann sich Erfolg etablieren. Fehlt ein einziger der Faktoren, klappt es nicht.

Dann noch Vereinigung von Germanisten und Informatiker. Germanisten, wirklich? Aber letztlich spielt es ja auch keine vorrangige Rolle. Wichtig ist tatsächlich die Verbindung beider Gehirnhälften und die Aufwertung der Kreativität in Unternehmen – von gesetzten Managern bislang naserümpfend verschmäht. Das schreit nach einer kulturellen Revolution in den Betrieben, und, damit einhergehend, wohl auch nach der Umwälzung bestehender Organisationen.

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Als Mitarbeiter in einer Kommunikationsagentur machen wir in unserem Job vor allem eins: kommunizieren. Und das tun wir überwiegend digital. Geschichten aus Zeiten, in denen Pressemitteilungen per Post verschickt wurden, können in unserer Agentur nur noch wenige erzählen. Der zentrale Vorteil digitaler Kommunikation liegt auf der Hand: Effizienz. Aber manchmal müssen wir angesichts der Gepflogenheiten in der digitalen Kommunikation einfach nur den Kopf schütteln.  

Ein Beispiel: die tägliche E-Mail-Schreiberei. Mal ehrlich: Wie oft haben wir schon eine E-Mail formuliert, nur um sie dann doch wieder zu löschen? Wie oft haben wir einen Kollegen gebeten, eine erhaltene E-Mail ebenfalls zu lesen, nur um sich anschließend über den implizierten Subtext austauschen zu können (ja, ja, da haben sich die Vorlesungen zu Textanalysen und Gedichtinterpretationen nämlich doch noch gelohnt)?

Während man die tägliche Knobelei, was jetzt genau mit dem Inhalt einer E-Mail gemeint sein könnte, noch als Denksport verbuchen kann, ist der Verlust der Umgangsformen ein weit größeres Ärgernis. Denn in der neuen Kommunikationslogik werden Anreden und Abbinder häufig vernachlässigt. Klar, wenn die zwölfte Ein-Satz-E-Mail geschrieben ist, fehlt die Geduld für langes Vorgeplänkel. Von einem Mindestmaß an Umgangsformen sollte man allerdings dennoch ausgehen können – nicht ohne Grund wurde uns schon in unserer Kindheit der heiß begehrte Keks mit einem langgezogenen „Wie heißt das Zauberwort?“ verwehrt.  

Ein weiterer Nebeneffekt der Digitalisierung unserer Kommunikation begegnet uns durch den inflationären Einsatz von Emojis im täglichen E-Mail-Verkehr. Ja, manchmal hat man Grund zur Freude und wie sollten wir unsere Gefühle in einem emotionslosen Tool wie einer E-Mail sonst darstellen? Trotzdem sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass Smileys insbesondere im professionellen Kontext häufig fehl am Platz sind. Spätestens in journalistischen Texten haben sie schlicht nichts mehr zu suchen.

Digitalisierung hin oder her: Vielleicht ist es an der Zeit, doch mal wieder zum guten alten Telefonhörer zu greifen. Am besten mit Schnur.

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Wer heute Früh auch im Münchner S-Bahn-Chaos auf der Stammstrecke festgesteckt ist, weiß wahrscheinlich, wovon ich gleich schreiben werde, denn die Kommunikation in solchen „Ausnahmefällen“ ist meist verwirrend bis kurios.

Man möchte meinen, dass jeder Lokführer eine Art Kommunikationsschulung bekommen hat, damit er weiß, wie die Fahrgäste in solchen Fällen angemessen zu informieren sind. Oder, dass sie zumindest ein Handbuch vorliegen haben, mit Standard-Formulierungen, unter welchen man in solchen Fällen auswählen kann.

Aber weit gefehlt. Das merkt man spätestens dann, wenn auf bayrisch eine Schimpftirade aus dem Lautsprecher dröhnt, wenn wieder einmal die Lichtschranke blockiert wird und die S-Bahn am Weiterfahren hindert. Auch wenn die Beleidigung der Fahrgäste manchmal sehr eloquent vorgetragen wird, wie ich im Herbst hören durfte: „Irgendwie traurig, wenn man in einer so hochentwickelten Gesellschaft wie der unsrigen ein derart primitives Vorgehen noch erläutern muss.“ Wo er recht hat ...

Heute Morgen zog der Triebwerksschaden einer S-Bahn jedenfalls einen ausgewachsenen Stau nach sich. Als absehbar war, dass es „in Kürze“ (an dieser Stelle darf herzlich über diesen Euphemismus gelacht werden) wieder weitergeht, war davon die Rede, dass sich „das gestörte Fahrzeug langsam in Bewegung setzt“.

Ist ein Fahrzeug mit einer Störung gestört? Wie auch immer. Für Erheiterung sorgte die Formulierung in jedem Fall bei dem einen oder anderen Mitreisenden.

Ein Bekannter von mir saß in dem „gestörten Fahrzeug“ und durfte sich anhören, dass der Fahrdienstleiter überfordert sei. Auch im Regio, in den ich in der Zwischenzeit umgestiegen bin, wurden die 13 Minuten Verspätung der „Unfähigkeit der Fahrdienstleitung“ in die Schuhe geschoben.

Genau so läuft es leider oft ab – bei kleinen Krisen wie bei großen. Da äußern sich Mitarbeiter, die nie ein Medientraining – oder wie in diesem Fall – eine wie auch immer geartete Kommunikationsschulung erhalten haben. Gut, vielleicht haben sie auch davon gehört, dass man in Krisen möglichst transparent kommunizieren sollte. Dass es aber einen Unterschied macht, ob man von einem technischen Defekt spricht und diesen genauer benennt oder gleich Kollegen Unfähigkeit unterstellt, sollte eigentlich auf der Hand liegen.

In diesem Fall hätte es gereicht, sich einfach für die Verspätung zu entschuldigen. Nebenbei: 13 Minuten sind für leidgeplagte Bahnfahrer sowieso Usus und kein Grund für das Anzetteln eines Shitstorms.

Ich habe mir schon überlegt, all diese Lautsprecherdurchsagen zu sammeln, in ein für die Bahn angemessenes Wording zu „übersetzen“ und daraus das längst überfällige Handbuch zu machen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es bereits Kommunikationsrichtlinien, die in den Augen der Lokführer aber nur aus Floskeln bestehen, die sie den leidgeprüften Fahrgästen nicht zumuten wollen, und daher lieber frei von der Leber weg ihrem eigenen Frust Luft machen?

Für uns als Pendler mögen solche Äußerungen oft amüsant sein, aber aus Unternehmenssicht ist es nicht das beste Aushängeschild, wenn man mit internen Unzulänglichkeiten so offen hausieren geht.

Gute (Krisen-)Kommunikation sieht jedenfalls anders aus. Auch im Kleinen.

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Online-PR https://de.wikipedia.org/wiki/Online-PR wird oftmals nur als die Erweiterung der klassischen Pressearbeit im Internet betrachtet. Kein Zweifel, die direkte Kommunikation mit Journalisten ist nach wie vor sehr wichtig in der PR, um ein positives Medienecho zu erzielen und somit die Bekanntheit eines Unternehmens, einer Marke oder eines Produkts zu erhöhen. Online-PR jedoch bietet viele weitere Möglichkeiten, die Zielgruppen vor allem schnell zu erreichen – also nicht nur Journalisten, sondern auch andere Multiplikatoren – dank der vielen Facetten von Social Media. Egal ob Twitter, Foren, Blogs, Communities oder andere Plattformen zum Teilen von News, Bildern, Dokumenten und Meinungen, diese Dienste ziehen viele Nutzer an. Der Mehrwert für die PR ist damit klar. Hier besteht die Möglichkeit, laufende Diskussionen mitzugestalten, Blogkommentare und Forenbeiträge zu verfassen oder Facebook-Fans zu gewinnen. Wichtig ist jedoch auch hier die Spielregeln zu kennen und zu achten. Es ist nicht damit getan, ein Profil zu erstellen und einmal zu twittern. Kontinuität ist das Zauberwort. Wie bei allen Social-Media-Aktivitäten muss man ständig "am Ball bleiben" und Beziehungsarbeit leisten, das erfordert viel Zeit, Geduld und Aufmerksamkeit.

Also alles anders bei Online-PR? Nein, Online- und Offline-PR können, besser sollten, sich gegenseitig ergänzen. Und wenn alle Kanäle gut und effektiv genutzt werden, erreicht das Unternehmen damit eine umfassende Aufmerksamkeit. Auch in der Online-PR sind die Regeln der klassischen, analogen PR gültig: Journalisten wünschen sich zielgruppenrelevante, leicht verständliche, vollständige und doch kompakte Informationen. Unwichtiges und Unpassendes wird schnell aussortiert und landet im digitalen Mülleimer. Für beides gilt also: Wenn eine "News" keine ist oder ein Produkt nicht überzeugt, kann auch die professionellste PR kaum helfen.

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Ein Leben ohne Social Media? Kaum mehr vorstellbar. Auch Unternehmen haben die Bedeutung von Social-Media-Kanälen für die interne und externe Kommunikation längst erkannt und in Ihre Unternehmenskommunikation integriert – viele leider ohne konkrete Strategie. Deswegen holen sich einige Unternehmen einen erfahrenen Partner ins Boot, um in die Social-Media-See zu stechen, während andere einen überstürzten Kopfsprung in unbekannte Gewässer wagen.

Wir haben fünf Tipps zusammengestellt, die Unternehmen bei der Umsetzung einer erfolgreichen Social-Media-Strategie beachten sollten.

1. Where’s the beef?

Wie überall gilt auch im Web 2.0: Wenn du nichts zu sagen hast, dann sag lieber nichts. Gerade in Sozialen Netzwerken kann das weitreichende Folgen haben: Wer nichts Spannendes zu erzählen hat, wird schnell abgestraft. Das „Entfolgen“-Knöpfchen ist halt doch noch ein wenig schneller und anonymer gedrückt als eine „Unsubscribe“-Mail.

2. Was wollen wir heute twittern?

In der internen und externen Kommunikation sind lange Freigabe- und Abstimmungsprozesse häufig an der Tagesordnung. Doch um an tagesaktuellen Branchendiskussionen in Sozialen Netzwerken teilzunehmen, bleibt dafür nicht viel Zeit. Umso wichtiger ist es, die Aktivitäten im Vorfeld so detailliert wie möglich abzustimmen. Dürfen Artikel von Wettbewerbern geteilt werden? In welchem Bereich will sich das Unternehmen positionieren? Nach dieser Planung sollten Unternehmen ihren Mitarbeitern bzw. der beauftragten Agentur soweit vertrauen, dass keine weitere Abstimmung mehr nötig ist. Denn Hand aufs Herz: wie aktuell kann ein Tweet sein, der einen Monat im Voraus abgestimmt wurde?

3. Vertrauen ist gut – Kontrolle aber auch

Eine aussagekräftige Erfolgsmessung in Sozialen Netzwerken allein über die Anzahl der Follower ist nicht ausreichend. Viel wichtiger sind Retweets, Likes und Kommentare, denn den Algorithmen von Google und Facebook ist unsere Follower-Zahl herzlich egal. Im Netz stehen zahlreiche (auch kostenfreie) Tools zur Verfügung, um den Erfolg in Social-Media-Kanälen zu messen. Ein Klick lohnt sich.

4. Aktion – Reaktion

Die Aktivität auf Social-Media-Plattformen darf sich nicht allein auf das Posten von interessanten Meldungen beschränken, vielmehr müssen Unternehmen sich aktiv vernetzen und Kontakte pflegen. Darüber hinaus ist eine schnelle Reaktionszeit entscheidend: Kommentare oder Kritik sollten nicht zu lange unbearbeitet bleiben – egal ob Lob oder Shitstorm-Flut.   

5. Drama, Baby!

Eine Sache bereitet vielen Unternehmen großes Kopfzerbrechen: Soziale Netzwerke brauchen Emotionen. Kommentare, über die wir unsere Köpfe schütteln; Videos, die uns zum Lachen bringen; Artikel, die uns nachdenklich machen. Natürlich eignen sich auch weniger emotionale Inhalte, dennoch gilt: Im Web 2.0 darf man sich ruhig auch einmal etwas trauen!

Abschließend lässt sich festhalten: Ein erfolgreicher Social-Media-Kanal erfordert ebenso viel Planung, Aufwand und Zeit wie die Umsetzung klassischer PR-Instrumente. Deswegen: Machen Sie #socialmedia. Aber nehmen Sie sich Zeit dafür!

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Wenn wir PR-Berater unseren Familien und Freunden von unserer Arbeit erzählen, ernten wir ab und zu verwunderte Blicke. Dann fragen wir uns, was an der Erzählung nicht verständlich war? Die Aussage, ich habe eine Medienliste mit Tier-1-Publikationen für eine Pitch-Präsentation recherchiert, ist doch eindeutig. Oder etwa nicht?

Wenn ich genau darüber nachdenke, gibt es doch einige Ausdrücke, die für uns PR-Berater selbstverständlich geworden sind, und wir setzen diese auch gerne in privaten Unterhaltungen ein. Nachdem mir das mal wieder bewusst geworden ist, habe ich angefangen, eine Liste mit Begriffen zu erstellen. Und herausgekommen ist das PR-ABC. Würde ich noch länger an der Liste arbeiten, würden mir bestimmt noch weitere Begriffe einfallen. Überrascht hat mich, dass ich tatsächlich jedem Buchstaben mindestens einen Ausdruck zuordnen konnte. Selbst für die eher „unpopulären“ Buchstaben wie C, U,V oder W gibt es gleich mehrere Begriffe – bei dem Spiel Stadt, Land, Fluss dagegen bedeuten diese Buchstaben nahezu eine Null-Runde.

A = Agentur, Advertorial, Anzeigenpreise, Auflagen, Agenturrabatt, Activity Report, Analysten, Akquise

B = B2B/B2C/B2One, Budget, Blog, Briefing, Belegexemplar, Buzzwords, Briefing Book, Best Practice, Blogger Relations, Boilerplate, Bildmaterial, Broschüren, Brand Campaign, Branche

C = Case Study, Corporate, Call, Clippings, Customer Journey, Content is King!, Company Profile, Content Roadmap, Coverage, Clipping-Dienst, Channel, CVs, Checkliste

D = De-brief, DACH-Region, Dos und Don’ts, Digital Content

E = E-Mail, Excel, Embargo, Editorial Calendar, Experte, EMEA, Externe PR, Enterprise, ePaper

F = Fachartikel, Facebook, Flickr, Fremdkosten, Fact Sheet, Facts & Figures, Fragebogen, Freelancer

G = Google+, Gerätetest, Guidelines, Gewinnspiele, Grafiken

H = Handling Fee, Headline, Hub

I = Interview, Instagram, Infografik, Info-Mail, Interne PR, Input

J = Journalisten

K = Konzept, Kunden-Event, Kommentar, Krisen-PR, KVAs, Kommunikation, Key Performance Indicator (KPI), Kampagnen, Kick-off

L = LinkedIn, Launch, Lead Agency, Logos, Leitfaden, Locations

M = Messen, Maßnahmen, Meeting, Medien, Media-Mix, Media Alert, Medientraining, Mailing, Mediadaten, Messaging, Mediendienstleister, Materndienst, Multichannel-Commerce, Marketingplanung, Marktübersicht, Media Mapping, Media Audits, Media-Kooperationen

N = Neue Kanäle, Newsletter, News Room, Networking

O = Online-Medien, OOO (= Out of Office), Opportunity

P = Presseinformation, Pitch, Powerpoint, Pinterest, Presse-Tour, PDF, Print-Medien, Projektplanung, Presse-Lunch, Pressemappe, Press Office, PR-Planung, Positionierung, Presseanfragen, Portale, PR-Ergebnisse, Produktinfos

Q = Quellennachweis, Quartalsplanung, Q&As

R = Retainer, Reichweite, Redaktionsschluss, Roundtable, Road Show, Reporting, Redaktionsbesuche, Recherche/Research, Redaktion, Return on Investment (ROI)

S = Strategie, Social Media, Speaking Opportunities, Studien, Sonderthemen, SWOT-Analyse, Sprecherliste, Stakeholder, SEO, Statement

T = Twitter, Tier 1 und Tier 2, Testimonial, Trendthemen, Templates, Themenplan

U = Umfragen, Unique Selling Proposition (USP), Übersetzungen

V = Veröffentlichungen, Videos, Verteiler, Vertikal-Medien, Vorlagen, Verträge, Veranstaltungskalender

W = Word, Workshops, Website, Whitepaper, Wording, Wirtschaftspresse, Wettbewerb

X = XING

Y = YouTube

Z = Zielgruppen, Zeiterfassung, Zitate

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… stehen sie auf der Agenda – die Weihnachtsgrüße an Kunden und Geschäftspartner. Ist man kein konsequenter Kartenschreibverweigerer, ist die Frage dabei weniger, ob Karte ja oder nein, sondern in welcher Form: per Post oder elektronisch. 

Wir wollen an dieser Stelle eindeutig für die traditionelle Weihnachtskarte plädieren. Zugegeben, die physische Weihnachtskarte erscheint in der digitalen Welt inzwischen fast wie ein Anachronismus. Möchte man aber einen bleibenden und persönlichen Eindruck hinterlassen, sollte man sich auf jeden Fall für eine „richtige“ Weihnachtskarte entscheiden. Natürlich können auch elektronische Wünsche bei guter und persönlicher Formulierung einen bleibenden Eindruck beim Adressaten hinterlassen. Die „echte“ Weihnachtskarte zeigt dem Empfänger aber: hier hat sich jemand Zeit genommen und Mühe gemacht. Die handgeschriebenen Wünsche bringen dem Empfänger eine besondere Wertschätzung entgegen – mit einem Wisch oder Klick ist eben nicht alles weg. Daher sollten gute Kunden und enge Geschäftspartner auf jeden Fall mit einer persönlich formulierten, handschriftlichen Karte bedacht werden. 

Kleiner Selbsttest zum Schluss: Was erhalten Sie selbst lieber – eine standardisierte E-Mail oder eine handgeschriebene Karte? Eben.

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Die Köstliche Intelligenz macht weiter Fortschritte. Aus unserem Alltag ist sie schon – na was wohl? – nicht mehr wegzudenken! Dabei habe ich es durchaus versucht, das Wegdenken. Hat aber nichts genutzt. Sie war dann gleich wieder da, die KI – in ihrer derzeit beliebtesten Erscheinungsform der Autovervollständigung.

Und was bringen simple Buchstabendreher mit KI für wundersame Erscheinungen hervor. Aus "Ziel" wird "Sie", aus "Usus" macht sie "USA" und erst vor ein paar Tagen vervollständigte KI aus "Die Sache ist wegen …" kurzerhand "Die Sache Mistwegen …" (in welchen Kontexten wohl ein Begriff wie "Mistwege" eine Rolle spielt, wäre in einem separaten Beitrag zu klären). Auf die Frage "Wann können wir telefonieren?", antwortet mir ein Geschäftspartner: "Ab 9. Oktober." Natürlich will gut Ding Weile haben, aber man wundert sich Anfang März schon ein wenig über das Ausmaß der guten Weile. Eine Viertelstunde später kam die Auflösung: "Sorry. Blödes Autovervollständigen, ich meine ab 9 Uhr." Ja KI, da wäre dann sogar das ursprüngliche "9 Ohr" kommunikativer gewesen. In diesem Sonne: Leber nieder wegschenken.

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Wie wichtig PR für Unternehmen ist, ist den meisten Firmenchefs inzwischen bewusst. Kaum ein großes Unternehmen, das sich nicht planmäßig um seine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kümmert, und auch kleinere Firmen erkennen immer mehr die Wirkung professioneller PR. Die strategische Kommunikation konzentriert sich insbesondere bei kleineren Unternehmen allerdings häufig auf die externe Kommunikation, also den Austausch mit Presse, Kunden und Partnern.

Stiefmütterlich behandelt wird häufig die interne Kommunikation, also der Dialog mit den eigenen Mitarbeitern. Dass diese und ihre Motivation die Basis für den Unternehmenserfolg sind, würde wohl jeder Firmenchef unterschreiben – die Praxis sieht jedoch oft anders aus. Häufig erfahren Mitarbeiter von wesentlichen Entwicklungen im Unternehmen erst im Nachhinein, ob über den Flurfunk, die Firmen-Website oder aus den Medien. 

Dabei handelt der Großteil der Chefs bestimmt nicht in böser Absicht – vermutlich sind ihnen Bedeutung und Folgen mangelnder interner Kommunikation einfach nicht bewusst. Der direkte Dialog mit den eigenen Mitarbeitern, er dient ja nicht nur der Information und dem Wissenstransfer, sondern bringt den Mitarbeitern immer auch eine gewisse Wertschätzung und Respekt entgegen. Eine gute interne Kommunikation sorgt für Transparenz, unterstützt die Identifikation und Bindung der Belegschaft an das Unternehmen, fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und wirkt nicht zuletzt auch einer brodelnden Gerüchteküche entgegen.

Interne und externe Kommunikation müssen daher Hand in Hand gehen und als oberste Managementaufgabe gesehen werden – dessen sollte sich die Führungsetage stets aufs Neue bewusst werden.

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