Marketing

Viele Agenturen sagen:

Die Leser im B2B wollen genau so angesprochen werden wie Privatpersonen. Sie möchten fetzige Texte und Stories, die sie unterhalten, und bloß nicht mit Produkteigenschaften oder gar technischen Details gelangweilt werden. Sie sind ja schließlich auch ganz normale Menschen und deshalb interessiert sie das nicht die Bohne. Außerdem machen die Amis das auch so, und die sind ja bekanntlich die Größten, wenn es um Marketing und PR geht.

Was sie damit eigentlich meinen:

Wir haben keinen blassen Schimmer von den Produkten und Technologien unserer Kunden. Und wir haben auch nicht vor, daran etwas zu ändern, indem wir uns damit auseinandersetzen und uns in diese Themen einarbeiten. Das wäre ja furchtbar anstrengend.

Wir sagen:

Liebe Unternehmen, lasst euch keinen Bären aufbinden. Die Verantwortlichen investieren durch ihre Entscheidungen häufig viel Geld und riskieren damit einiges. Deswegen möchten sie sehr wohl über die genauen Eigenschaften eines Produkts und seine technischen Details informiert werden. Durch sie hebt sich ein Produkt schließlich meistens ab und wird damit überhaupt erst interessant. Diese Aspekte kann eine Agentur aber nur strategisch und überzeugend kommunizieren, wenn es sie kennt und versteht. Natürlich kommt es dabei auch auf die Verpackung an. Selbst die überzeugendsten Fakten werden nur wahrgenommen, wenn sie in lesenswerten und spannend geschriebenen Texten stehen. Aber einfach nur die Verpackung zum Inhalt zu machen und auf die Fakten zu pfeifen, das ist zu wenig.

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CX hier und CX dort – viele Unternehmen scheinen das Thema dieses Jahr groß auf ihrer Agenda stehen zu haben. Gemeint ist die Customer Experience, also im weitesten Sinne die Erfahrung(en), die ein Kunde mit einem Unternehmen beziehungsweise einer Marke macht.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich nun auch einige Studien dem Thema widmen, das nicht für jeden gleich greifbar ist. So beispielweise IDG mit einer Studie zur „Digital Customer Experience 2017“ oder der "Global Customer Experience Benchmarking Report" von Dimension Data.

Ja, der Kunde hat heutzutage die Macht, sagt man. Und er muss hofiert werden, ergänzen andere. Daher wird das Customer Experience Management immer wichtiger und gerade das Marketing sieht sich hier in der Pflicht. Dass aber ohne Unterstützung seitens der IT gar nichts läuft, sollte auch klar sein. Denn man muss wissen, wo der Kunde sich auf- und wie er sich verhält oder informiert.

Genau da sind wir dann bei der nicht weniger heiß diskutierten Customer Journey, die jedes Unternehmen gerne en détail dokumentiert hätte, aber daran oft schon in den Anfängen scheitert, weil es keine einheitliche technische Grundlage gibt, die all die Kundendaten, die an den unterschiedlichen Touchpoints entstehen, zu einer Art „Golden Customer Record“ zusammenführt.

Entsprechende Tools und IT-Unterstützung sind daher im Marketing schon lange nicht mehr wegzudenken. Tendenz steigend. Nur an der Vernetzung hapert es noch.

Der Weg zur idealen Customer Experience ist somit ein steiniger, soweit sind wir uns sicher einig. Daher wird das Thema auch verstärkt diskutiert und steht sowohl auf der Agenda der Marketing-Abteilungen, aber auch von Sales und der IT-Abteilung.

Wenn Unternehmen es daher schaffen, abteilungsübergreifend an einem Strang zu ziehen und die Datensilos zu überwinden, sind sie schon einen großen Schritt weiter hin zu einer positiven CX.

Gut so, denn in der vielzitierten Service-Wüste Deutschland wollen wir alle etwas mehr hofiert werden, sowohl als B2C- als auch als B2B-Kunde. Und eine richtige Ansprache, mit den richtigen Themen, vielleicht sogar noch zum richtigen Zeitpunkt, wäre da schon mal ein guter Anfang.

Ich bin gespannt, welche weiteren Erkenntnisse in den nächsten Monaten zu dem Thema publiziert werden und ob sich Kunden über alle Branchen hinweg zukünftig unter anderem auf ein Mehr an Service freuen dürfen. Eines ist jedenfalls klar: es bleibt spannend.

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Überzeugendes aus der Welt des Marketings.

Und so kommt es, dass wohl manch ein überlegenes Geschäftsmodell an der puren Ignoranz der Nachfrage gescheitert ist. (Quelle: http://stryber.com/fintech-chance-und-bedrohung-fuer-bank)

 

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Die digitale Transformation ist eine der wichtigsten Herausforderungen für Unternehmen, und man kann ohne Übertreibung sagen, dass die digitale Transformation schon heute ein echtes Zukunftsthema ist. Das heißt in der Praxis aber auch: Morgen wird niemand mehr daran vorbei kommen. Die digitale Transformation verändert Unternehmen und wirkt sich dabei massiv auf Geschäftsprozesse, Kundenbeziehungen und IT-Strategien aus. Tatsächlich bedeutet die digitale Transformation nicht weniger als einen Quantensprung. Doch den Weg in die digitale Zukunft bewirkt das gesamte Unternehmen, und kein Chief Digital Officer (CDO) alleine, denn digitale Transformation schließt immer auch einen Kulturwandel ein: Unternehmen müssen die eigene digitale Transformation auch wollen. Doch auch wenn die Digitalisierung alle Bereiche von Wirtschaft und Gesellschaft erfasst und mit immer höherer Geschwindigkeit prägt – im Mittelpunkt steht der Mensch, als Entscheider und Gestalter der digitalen Transformation.

Allerdings verfügen viele Unternehmen noch nicht einmal über eine digitale Strategie, geschweige denn über eine digitale Agenda, die diesen Namen auch verdient: Vor allem der deutsche Mittelstand droht, die digitale Transformation und damit seine eigene Zukunft zu verschlafen, wenn er die Transformation hin zu digitalen Geschäftsmodellen verpasst. Gleichzeitig ist der digitale Wandel keine Modeerscheinung, sondern längst Realität. Obwohl es, ebenfalls gleichzeitig, überall an digitaler Reife fehlt.

...

Es ist schon so: Wenn die digitale Transformation nicht bereits erfunden wäre, man müsste sie zeitnah neu erfinden. Marketing-Abtei­lungen und Redaktionen aller Medien – Bereiche, die im Zuge der digitalen Transformation sowieso immer enger zusammenwachsen – haben damit einen echten Volltreffer gelandet. Die obigen Absätze belegen es überdeutlich: Man kann mit der digitalen Transformation und drum herum jede Menge echten Content produzieren, ohne dass dabei irgendwelche inhaltlichen Aussagen im Wege stehen würden.

Nebenbei kann man dabei sehr gut beobachten, dass der digitale Schwurbel korrespondierend zum inhärenten Substanzverlust (loss of substance – LOS) zu verstärkter Metaphernbildung anregt – mein Favorit der Woche (nein, der unvermeidliche Mensch im Mittelpunkt hat es diesmal knapp nicht geschafft): "… mit immer höherer Geschwindigkeit prägt." Stellen wir uns das für einen kurzen Augenblick mal bildlich vor … jeder muss zugeben, so ein High-Speed-Präging ist doch nur digital möglich.

Zum Abschluss soll noch etwas anderes durch ein paar konkrete Zahlen aus der Zukunft unterfüttert werden, die die Experten von Roland Berger aufsummiert haben:

Falls Europa die Chance verpasst, die digitale Transformation zum eigenen Vorteil zu gestalten, summieren sich die möglichen Einbußen bis 2025 auf 605 Milliarden Euro.

Falls man ein Freund runder Schätzungen ist, fragt man sich natürlich: Wo mögen nur diese möglichen 5 Milliarden Euro herkommen? Aber das wäre schon wieder ein anderes digitales Thema. Vielleicht liegt es ja auch am 2025 möglicherweise geltenden Euro-Kurs (nebenbei bemerkt: bei einer echten Herausforderung, die alles transformiert, hätte ich, im Fall dass es komplett schiefgeht, schon mit deutlich höheren möglichen Einbußen gerechnet). 

Ganz zum Schluss (einer geht noch) soll deshalb (=warum nicht?) noch ein echter Experte zu Wort kommen; Professor Walter Brenner von der Universität St. Gallen, den ich hierfür ganz bewusst ausgewählt habe, weil sich St. Gallen in Schlussworten immer gut macht, jedenfalls viel besser als beispielsweise Passau oder Bremerhaven (schon mal ein Schlusswort eines Experten von da gehört? Na also!):

Die individuellen Potenziale oder auch Bedrohungen entscheiden darüber, wie sich die Unternehmen der Digitalisierung nähern.

Das kann man nur vollinhaltlich unterstreichen – Beton ist ja auch, was man individuell draus macht.

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Die Pressemitteilung gehört zum PR-Alltag dazu und ist nicht wegzudenken. Aber ist diese Denkweise noch zeitgemäß? News verbreiten sich doch mittlerweile rasant über beispielsweise Social- Media-Kanäle. Nur ein Post bei Facebook oder Twitter reicht schon aus und der Inhalt geht um die ganze Welt. Daneben wirkt die gute alte Pressemitteilung wie eine Schnecke, die ewig braucht, um ans Ziel zu kommen.

Es gibt vermehrt Kritiker, die der Meinung sind, dass die Pressemitteilung ausgedient hat. Andere Formate seien zeitgemäßer wie Blogs, (Echtzeit-)Videos, Tweets, Facebook- und Instagram-Postings oder Infografiken. In welcher Form eine News auch verbreitet wird, eins bleibt gleich: Content ist King! Ist der Inhalt nicht relevant oder kreativ, hilft auch kein Facebook, um mehr Aufmerksamkeit zu erzielen. Des Weiteren sollte ebenfalls berücksichtigt werden, um welches Produkt und um welche Zielgruppe es geht. Insbesondere bei B2B-Themen werden die Zielgruppen nicht unbedingt über die Social-Media-Kanäle erreicht. Daher macht es weiterhin Sinn, Pressetexte direkt an Journalisten zu senden. Diese veröffentlichen die News in Fachzeitschriften oder auf Onlineseiten, die von Interessierten gelesen werden.

Ist es demnach nicht falsch, von der Abschaffung der Pressemitteilung zu sprechen? Vielmehr gibt es mehr Kanäle, über die eine News verbreitet werden kann. Schließlich hat sich die Art des Versands stets weiterentwickelt. In den 80ern und 90ern wurde die Pressemitteilung per Post oder per Fax an die Medien gesendet. Nur weil sich der Versandweg geändert hat, wurde die Pressemitteilung nicht gleich abgeschafft. Heute schicken PR-Agenturen sie per E-Mail, stellen sie in Online-Presseportale ein oder teilen sie über Social-Media-Kanäle. Also ein Hoch auf die Pressemitteilung!

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Ich nehme an, dass ein paar Kollegen beim Lesen dieser Zeilen gleich wissend nicken werden, denn sie haben sich bestimmt auch schon einmal in der folgenden Situation befunden.

Man steht irgendwo (auf einer Messe, einem Kundenevent oder auch nur beim Bäcker) und kommt mit einem bislang unbekannten Mitmenschen ins Plaudern. Es dauert nicht lange bis sich das Gespräch um die jeweiligen Berufe zu drehen beginnt und dann geht der Dialog in etwa so:

„Und was machen Sie beruflich, wenn ich fragen darf?“

„Sie dürfen, Sie dürfen! Ich arbeite in einer PR-Agentur im schönen Herzen Münchens.“

„Ach, Sie machen Werbung.“

„(...)“

Ab dieser Stelle ist der weitere Gesprächsverlauf schwer vorherzusagen und hängt stark vom jeweiligen Tagesgemüt des PR-Menschen ab. Klar ist nur, dass in den allermeisten Fällen (Er)Klärungsbedarf besteht und zwar darüber, was PR eigentlich tut.

Ich will versuchen, mich ganz kurz zu fassen.

PR macht keine Werbung und PR ist nicht gleichzusetzen mit Marketing. Das vorweg. PR versteht sich als Kommunikationskanal zwischen einem Unternehmen und der Öffentlichkeit oder einer bestimmten Zielgruppe. Wir PR-COMler betrachten uns ganz gerne als Aufklärer. Wir helfen Unternehmen, ihre Produkte bekannt zu machen und deren Nutzen zu erklären, ihnen (den Firmen) ein Profil und ein Gesicht zu geben und ihr Fachwissen mit der interessierten Öffentlichkeit zu teilen.

Manchmal für Außenstehende (und gelegentlich auch für unsere Kunden) schwer zu fassen, ist die Tatsache, dass wir nichts verkaufen. Veröffentlichung für entsprechende Gegenleistung – das funktioniert bei uns nicht. Es ist wichtig zu verstehen, dass wir die Zielgruppen unserer Kunden niemals direkt adressieren, sondern dass wir Informationen und Inhalte stets für einen ganz bestimmten Kreis aufbereiten: die Presse. Die Journalisten allein entscheiden, ob eine Neuigkeit oder ein Text es wert ist, wiederum mit ihren Lesern, und damit den Zielgruppen unserer Kunden, geteilt zu werden.

Wie wir das genau anstellen, worauf wir bei unserer täglichen Arbeit achten müssen und welche Stolpersteine sich uns manchmal in den Weg stellen – das sind Details, auf die meine Kollegen in diesem Blog schon in der Vergangenheit öfter eingegangen sind und die sie sicher auch künftig beschreiben werden.

Aber eines halten wir fest. Nein, PR ist keine Werbung und Äpfel sind keine Birnen.

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Diese Frage auf witzige Weise zu beantworten, gelingt Dell in seiner aktuellen Marketing-Kampagne und den dazugehörigen Video-Spots auf der Blog-Plattform Tumblr, die den „verkannten Helden der IT“ gewidmet ist, die im täglichen Kampf mit der Materie und dem menschlichen Faktor angetreten sind, um größere Katastrophen oder gar den kompletten Systemausfall zu verhindern. Der Kampagnen-Name „Tough Enough“ und die gesammelten Erlebnisse User-geplagter Admins machen denn auch dem letzten Anwender klar, dass er Gefahr läuft, als DAU („Dümmster anzunehmender User“) in die Annalen der IT einzugehen. Eines zeigt die Tumblr-Seite jedenfalls deutlich: die DAUs sind unter uns.

Egal, ob es einem im Stillen die Schamesröte ins Gesicht treibt oder ein Schmunzeln über eigene Erlebnisse – hier steckt viel Wahrheit drin.

Wer also schon immer mal wissen wollte, was in anderen IT-Abteilungen so los ist oder seine eigenen Erlebnisse berichten will: das ist Ihre Chance!

Denn: „Das Leben in der IT ist schon hart genug. Take IT easy.“

Neulich in der IT: Folge 3 – Helden der IT

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