VR

Künstliche Intelligenz ist momentan eines der spannendsten Themen in der IT, wie ich finde, wenn auch kein neues. 1955 definierte der Informatiker John McCarthy die Disziplin der Künstlichen Intelligenz als „die Wissenschaft und die Technologie zur Schaffung intelligenter Maschinen“. Diese Definition ist bis heute umstritten: Intelligenz ist, wie wahr, häufig schwer abgrenzbar.

Mit „Eliza“ veröffentlichte der Informatiker Joseph Weizenbaum 1966 eine Sprachsoftware. Benannt nach jenem Blumenmädchen in "Pygmalion", das von Professor Higgins lernt, wie man richtig spricht, wollte er mit ihr dem Computer das Sprechen beibringen. Weizenbaum wusste, dass der Computer den Menschen nicht wirklich versteht. Was ihn erstaunte war, was sich der Computer bei Experimenten alles anhören musste ...

Heute haben Unternehmen wie Google, Facebook, Amazon, Apple, Microsoft und andere das Thema Künstliche Intelligenz (KI) längst wiederentdeckt. Tools, die auf KI basieren, finden wir in Sprachassistenten wie Siri, Alexa oder Cortana. Kim, der Chatbot von Maggi, findet nicht nur Rezepte und passende Zutaten, bei Bedarf legt Kim die Zutaten auch gleich in den Warenkorb.

Unternehmen haben längst erkannt, dass Chatbots das Potenzial haben, die Kundenkommunikation und den Kundenservice von Grund auf zu verändern: nervige Wartezeiten in der Telefonhotline lassen sich reduzieren, einfache Probleme schneller lösen und die Nutzer sind zufriedener, weil sie zeitnah Hilfe bekommen.

Doch die sprechenden Maschinen stellen Unternehmen vor völlig neue Herausforderungen. Aus Sicht der Unternehmen eignen sich Chatbots zwar ganz hervorragend für die Kundenkommunikation. Allerdings eignen sich nicht alle Anfragen für die Kommunikation über eine virtuelle Maschine. Das kommt zum einen auf den Nutzer an, nicht jeder will mit einem virtuellen Assistenten sprechen und schon gar nicht, wenn er sauer ist, und zum anderen auf das eigentliche Problem. Mit komplexen Themen können Chatbots häufig noch nicht umgehen. Das kann, wie am Beispiel von Microsofts Chatbot „Tay“ zu beobachten war, zu Problemen führen und schnell zu einem Fall für die Krisenkommunikation werden.

Virtuelle Maschinen wie Chatbots werden auch für Marken eine Herausforderung sein. Denn ob Kunden über einen Chatbot mit ihrer Marke sprechen, hängt, neben Markenimage, Markenidentifikation usw., auch davon ab, ob eine Marke in einem virtuellen Assistenten überhaupt funktioniert, und wenn ja, wie eine Marke ihre Kunden anspricht.

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Ein bisschen gleicht der Beruf des PR-Beraters ja auch dem des Detektivs: Wir sind immer auf der Suche nach neuen Themen und spannenden Trends im Bereich IT. Denn auf gar keinen Fall sollen unsere Kunden das erzählen, was alle anderen auch schon erzählt haben. 

Durch die stetig wachsende Informationsflut sind wir ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten und innovativen Trends in den Bereichen Kommunikation und Public Relations, um die immer anspruchsvoller werdenden Zielgruppen zu erreichen. Aktuell hat es uns besonders der Bereich Virtual Reality angetan.

Bislang ist VR noch eher im Gaming-Bereich angesiedelt und hat den Ruf eines Geek-Gadgets. Und, zugegeben, ein bisschen befremdlich sehen die Brillen auch immer noch aus (wie unsere Kollegen Alain und Hanna erst kürzlich aus erster Hand erfahren durften). Hinter der Technologie verbirgt sich ein bisher noch wenig ausgeschöpftes Potenzial – insbesondere für die Unternehmenskommunikation.

Die Vorteile von Virtual Reality in der Unternehmenskommunikation:

1. Uneingeschränkte Aufmerksamkeit
Der Einsatz von VR-Brillen ermöglicht es dem Nutzer, in eine ganz eigene, dreidimensionale virtuelle Welt einzutauchen. Egal, was kommuniziert werden soll: Die ungeteilte Aufmerksamkeit des Rezipienten ist hier sicher. Unnötig zu erklären, dass das ein ganzes Eck mehr Spaß macht als das Lesen einer Pressemitteilung – ganz egal, wie locker-flockig sie geschrieben oder wie abgefahren das Schmuckbild ist.

2. Emotionale Wirkung
Außerdem lassen sich durch Filme deutlich schneller Emotionen transportieren als durch das geschriebene Wort. Natürlich darf man die eigentliche Botschaft nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn der Kunde die Verfolgung durch einen Horror-Clown vielleicht nicht so schnell vergisst, hat sie mit der Performance der neuen Festplatte nicht allzu viel zu tun.

3. Erlebbare Consumer Experience
Virtual Reality ermöglicht Storytelling in einer ganz neuen Dimension. Inhalte und Botschaften werden durch das Eintauchen in eine virtuelle Welt zu einem echten Erlebnis: ob nun den Besuch eines Rechenzentrums oder den Spaziergang durch die Räumlichkeiten des zukünftigen Arbeitgebers.

Aktuell steckt der Einsatz von Virtual Reality in der Kommunikation noch in den Kinderschuhen, aber wir können kaum erwarten, mit unseren Kunden die ersten emotionalen Projekte umzusetzen.

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