AdaCore gibt Gewinner des vierten jährlichen „Make with Ada“-Wettbewerbs bekannt

Paris,
3. März 2020

AdaCore gibt Gewinner des vierten jährlichen „Make with Ada“-Wettbewerbs bekannt

AdaCore hat heute die Gewinner seines vierten jährlichen „Make with Ada“-Programmierwettbewerbs für Embedded-Projekte bekannt gegeben.

Ziel von „Make with Ada" ist zu zeigen, wie die Sprachen Ada und SPARK die Codequalität moderner Embedded-Systeme signifikant verbessern können, und zwar ohne dass Entwickler, die mit diesen Sprachen nicht vertraut sind, einen hohen Lernaufwand betreiben müssen. 

Der Wettbewerb fand zwischen dem 10. September 2019 und dem 31. Januar 2020 statt und verzeichnete 26 Einreichungen aus aller Welt. Jeder Teilnehmer war aufgefordert, ein Embedded-Softwareprojekt auf der hauptsächlichen Basis der Sprachtechnologien Ada oder SPARK zu entwerfen und zu implementieren. Die Teilnehmer mussten zeigen, dass ihre Systeme den Anforderungen des Wettbewerbs entsprachen und mit Hilfe gängiger Software-Engineering-Methoden entwickelt wurden.

Die Projekte wurden auf der Basis von Projekt-Logs bewertet. Gewonnen haben Projekte, die folgenden Kriterien am ehesten entsprachen: Software-Zuverlässigkeit, Offenheit, Kollaborationsfähigkeit, Ideenreichtum und, erstmals in diesem Jahr, „buzz factor", also die Fähigkeit, die Technologie-Community mit einem Wow-Effekt zu begeistern.

In diesem Jahr ging der erste Platz mit einem Preis von 2.000 US-Dollar an John Singleton für sein SmartBase IoT Adjustable Bed. Ziel des Projekts war es, ein IoT-Gerät zu entwickeln, das die Bewegungen eines motorgetriebenen Bettes steuert, Gehbewegungen im Raum erkennt und nachts eine Sicherheitsbeleuchtung unterm Bett erzeugt, einfach umzuprogrammieren ist und schließlich sowohl mit der eigenen Fernbedienung als auch mit Amazons Alexa gesteuert wird. Teile der Applikation, vor allem die Bettsteuerungskomponenten, wurden in SPARK mit einigen einfachen Spezifikationen rund um die Steuersequenzen erstellt. 

„Ich kann mir gar nicht vorstellen, dieses Projekt mit einer anderen Sprache zu entwickeln", erklärt Singleton. „Obwohl ich mit sogenannten exotischen Sprachen wir Haskell sehr vertraut bin, war es doch ein Vergnügen, mit der knallharten Effizienz von Ada, dem strengen Compiler und dem robusten eingebauten Support für Tasking und für Spezifikationen zu arbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass diese Spezifikationen mich dabei unterstützt haben, viele Fehler zu finden, die sonst zu Problemen in meinem System hätten führen können."

Zehn Finalisten haben jeweils 600 US-Dollar erhalten. Die wichtigsten umfassten die Projekte

- High Integrity Sumobot 

- LoRaDa := Ada + LoRa;

- Disaster Management with Smart Circuit Breaker und 

- CHIP-8 Interpreter

Der Studentenpreis, ein Analog Discovery 2 Pro Bundle im Wert von 299,99 US-Dollar, ging an Team ADArrose – vier Studenten, die einen automatischen Pflanzenbesprüher auf Basis eines STM32F429-Boards entwickelt hatten. Das Gerät überwacht und speichert die Bodenfeuchtigkeit und umgehende Lichtverhältnisse und besprüht eine Pflanze automatisch mit der richtigen Wassermenge, um sie feucht zu halten. Das Gerät lässt den Benutzer zwischen drei Betriebsmodi auswählen und sendet einen Alarm, wenn etwas mit der Pflanze oder ihrer Umgebung nicht stimmt. Die Studenten verfolgten einen formalen Entwicklungsprozess mit High- und Low-Level-Anforderungen, Testfällen und DbC (Design by Contract)-konformer Programmierung.

„Ich war seit Anfang an in den 'Make with Ada'-Wettbewerb involviert und habe festgestellt, dass die abgegebenen Projekte immer anspruchsvoller wurden", sagt Bill Wong, Mitjuror und Senior Technology Editor bei Electronic Design. „Viele verwenden jetzt Contracts und SPARK, das ist beeindruckend. Die Ergebnisse werden dadurch deutlich besser als mit anderen Programmiersprachen, bei denen es allein am Entwickler liegt, ob der Code das tut, was er auch wirklich tun soll. Die Tatsache, dass die meisten Entwickler neu im Umgang mit Ada und SPARK sind, hebt hervor, dass die Nutzung von fortschrittlicheren Programmiertechniken für jegliche Embedded-Applikation hilfreich ist.”

„Es freut mich, dass in diesem Jahr mehr Projekte als sonst Preise verliehen bekommen haben", erläutert Fabien Chouteau, AdaCore-Softwareingenieur und Autor der "Make with Ada"-Blogserie. „Die 'Make with Ada'-Wettbewerbe waren immer voller kreativer und innovativer Projektideen, und dieses Jahr war keine Ausnahme." 

Der „Make with Ada"-Wettbewerb ist Teil einer übergreifenden Initiative von AdaCore, um das Wachstum von Ada und SPARK für die Entwicklung von Embedded-Systemen, und, allgemeiner, von „Software that matters" voranzutreiben. Weitere Elemente der Initiative umfassen kostenlose Ressourcen für Studenten, für Entwickler freier Software und für alle, die mehr über Ada lernen wollen. Dazu gehören auch:

- Eine neue interaktive Ada- und SPARK-Lernplattform (learn.adacore.com)

- Basismaterialen beim GitHub Repository (github.com/adacore)

- Mehrere Videolehrgänge auf YouTube 

- eine kostenlose Version der GNAT Toolchain (GNAT community)

- das GNAT Academic Program (GAP), ein Programm zur Ermutigung zur Ada- und SPARK-Nutzung im akademischen Umfeld. 

Informationen zum kommenden "Make with Ada"-Wettbewerb werden im dritten Quartal 2020 unter http://www.makewithada.org erhältlich sein.

Über Ada und SPARK

Ada ist eine moderne, international standardisierte Programmiersprache mit einer langen und erfolgreichen Erfolgsgeschichte in der Entwicklung von hochzuverlässigen Embedded-Systemen. Die starke Typisierung und Compile-Time-Checks erkennen Fehler frühzeitig und ermöglichen eine rechtzeitige, kostengünstige Korrektur. Die neueste Version des Ada-Standards, Ada 2012, unterstützt die vertragsbasierte Programmierung (Pre- und Postconditions für Subprogramme) betten Low-Level-Anforderungen als überprüfbare Aussagen in den Quellcode als ein. In kritischen Systemen, in denen das Testen allein möglicherweise keine ausreichende Sicherheit bietet, unterstützt das SPARK-Subset von Ada die mathematischbasierte Sicherheit, dass die relevanten Programmeigenschaften erfüllt werden (zum Beispiel das Fehlen von Laufzeitfehlern wie ein Buffer Overflow). SPARK kann schrittweise in ein Projekt eingeführt werden, und Verträge können entweder statisch (durch die SPARK Proof-Engine) oder dynamisch (mit Run-Time Checks) überprüft werden.

Über AdaCore

AdaCore wurde 1994 gegründet und bietet Tools für Software-Entwicklung und Verifikation für kritische und sicherheitskritische Systeme. Zu den wichtigsten Produkten von AdaCore gehören die GNAT-Pro-Entwicklungsumgebung für Ada, das statische Analyse-Tool CodePeer, die Verifikationsumgebung SPARK Pro und das modellbasierte Entwicklungswerkzeug QGen. Zahlreiche Anwender haben die AdaCore-Produkte im Einsatz und unterhalten damit eine Vielzahl von kritischen Anwendungen in Bereichen wie Raumfahrtsysteme, kommerzielle Luftfahrt, militärische Systeme, im Flugverkehrsmanagement, bei Schienensystemen, bei Geräten der Medizintechnik und bei Finanzdienstleistungen. AdaCore verfügt über eine umfangreiche und wachsende weltweite Kundenbasis; nähere Informationen dazu unter www.adacore.com/customers 

AdaCore-Produkte sind Open-Source und werden mit Online-Support durch die Entwickler zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen hat seinen nordamerikanischen Hauptsitz in New York, der europäische Hauptsitz ist in Paris. Weitere Informationen unter www.adacore.com 

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AdaCore
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