Amazon Prime Now zwingt Handel zum radikalen Umdenken

München,
11. August 2016

Amazon Prime Now zwingt Handel zum radikalen Umdenken

Das jüngste Angebot von Amazon, Bestellungen innerhalb einer Stunde auszuliefern, setzt vor allem den lokalen Einzelhandel massiv unter Druck. Höchste Zeit, dass er sich endlich aus seiner Komfortzone herausbewegt.

Mit „Prime Now“ setzt Amazon den lokalen Handel mächtig unter Druck, denn Bestellungen liefert der Quasi-Monopolist in München und Berlin jetzt innerhalb einer Stunde aus.

Diesem disruptiven Geschäftsmodell hat der Handel bislang nichts entgegenzusetzen: vor allem der stationäre Handel bleibt, genauso wie in den vergangenen Jahren, maßgeblich in seiner beobachtenden Haltung gegenüber der Übermacht der großen Online-Markplätze. „Dieser neue Schritt von Amazon sollte ein schriller Weckruf für alle sein“, warnt Rabie el Hassani, Director of Sales Central and Eastern Europe bei Mirakl in München.

Angesichts des immer aggressiveren Auftretens von Amazon, der auch schon die nächsten Schritte mit Drohnen oder einem eigenen Lieferdienst ins Gespräch bringt, muss der Handel radikal umdenken. Einzelne Händler sind nicht mehr in der Lage, sich gegen diese Übermacht an Innovation und Kapital zu wehren: nur im Zusammenschluss mit anderen, im Zweifel auch mit Wettbewerbern, können sie ein Gegengewicht zu Amazon aufbauen. „Damit müssen sie alles über Bord werfen, was sie jemals gelernt haben“, bemerkt el Hassani.

Ihre Kräfte müssen sie innerhalb von Online-Marktplätzen bündeln, die den Großen Paroli bieten können. Auf der einen Seite gewinnen sie dadurch an Marktrelevanz, andererseits erzielen sie dadurch die Skaleneffekte, die sie so dringend benötigen.

Diese Vorgehensweise verspricht allerdings nur dann Erfolg, wenn sich die Teilnehmer solcher Marktplätze als strategische Partner begreifen, die zwar grundsätzlich in Konkurrenz zueinander stehen, aber langfristig das gleiche Ziel verfolgen, nämlich am Markt zu bestehen und zu wachsen – ein schwieriger Balanceakt. „Aber das ist ihre einzige Chance, denn durch diese fundamental neue Ausrichtung entsteht eine Win-Win-Situation, von der alle gleichermaßen profitieren“, erläutert el Hassani.

Über Mirakl

Mirakl bietet State-of-the-Art-Softwarelösungen, die B2C- und B2B-Unternehmen ermöglichen, einen Online-Marktplatz aufzubauen und zu betreiben. Die Mirakl-Marktplatz-Lösungen erleichtern es den Betreibern, eine große Anzahl von Anbietern, auf einer einzigen Plattform zu bündeln, den Kunden ein erweitertes Produktportfolio, wettbewerbsfähige Preise und ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis anzubieten. Mirakl unterstützt einige der weltweit führenden Unternehmen, sowohl kleinere als auch größere, beim Ausbau und Erweiterung ihres Geschäfts – in Kombination mit einem Gewinnwachstum und einer Risikominimierung. Zu den Kunden zählen Best Buy Canada, Woolworths, Auchan, Carrefour, Conde Nast, Darty, Galeries Lafayette, Halfords, Menlook, Oclio, The Beautyst und Truffaut. Gegründet 2012, hat Mirakl Marktplatz-Projekte in weltweit mehr als 20 Ländern realisiert. Im Juli 2015 konnte das Unternehmen eine Serie-B-Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Millionen US-Dollar abschließen.

Weitere Informationen unter www.mirakl.com

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