S/4HANA-Migrationen fordern Business und IT in gleichem Maße

Berlin,
18. February 2020

S/4HANA-Migrationen fordern Business und IT in gleichem Maße

Die S/4HANA-Migration, die bis 2025 erfolgen muss, stellt viele SAP-Anwender vor immense Herausforderungen. Ohne eine enge Verzahnung von IT und Fachabteilungen ist ein problemloser Umstieg nur schwer möglich, meint Signavio. Fünf Best-Practice-Schritte helfen bei der erfolgreichen Migration.

Die Herausforderungen bei der Verlagerung vorhandener SAP-Landschaften auf S/4HANA sind vielfältig: von der Transition der SAP-Systeme in die Cloud über die Migration von Betriebssystemen und Datenbanken bis hin zur eigentlichen S/4HANA-Konvertierung. Besonders problematisch sind vor allem unternehmensspezifische Prozesse und Codes, und auch bestehende Kundenschnittstellen müssen beim Migrationsprojekt berücksichtigt werden.

Angesichts der komplexen Anforderungen bei S/4HANA-Migrationen ist nach Erfahrungswerten des Business-Transformation-Spezialisten Signavio vor allem die Prozessperspektive für eine erfolgreiche Projektdurchführung von entscheidender Bedeutung. Das heißt, der Umstieg darf keinesfalls nur aus dem technischen Blickwinkel betrachtet werden. Es geht dabei vor allem auch um Prozesse und fachliche Themen. Deshalb müssen Fachabteilungen in die Migration involviert werden.

„Das ‚Abholen’ der Fachanwender ist ein absolutes Muss“, erklärt Gerrit de Veer, SVP MEE bei Signavio. „Ein kollaboratives Vorgehen ist für den erfolgreichen SAP-Umstieg unerlässlich. Vielfach wird dabei in Unternehmen auch ein Kulturwandel erforderlich sein, und zwar mit einer stärkeren Vernetzung von IT und Fachbereichen.“

Erster Schritt bei einer S/4HANA-Migration sollte nach Meinung von Signavio immer die Untersuchung der Prozesslandschaft sein – mit einer Bestimmung der Prozessschritte, die migriert werden sollen. Signavio empfiehlt dabei auch eine detaillierte Analyse und anschließende Optimierung der Prozesse, bevor sie transformiert werden. Diese Maßnahmen sind allein schon deshalb erforderlich, da bestehende Prozesse nicht immer 1:1 auf SAP S/4HANA abbildbar sind, das heißt, sie müssen ohnehin angepasst beziehungsweise neu aufgesetzt werden.

Anschließend sollte mit einem Pilotprojekt gestartet werden. Auf Basis der Ergebnisse kann ein Unternehmen dann mit dem eigentlichen Rollout beginnen.

Basierend auf den Erfahrungen bei Migrationsprojekten in Kooperation mit SAP-Consulting-Unternehmen nennt Signavio fünf Best-Practice-Schritte für die Optimierung der SAP-Integration:

1. Identifizierung und Analyse der Prozesse

In der Vergangenheit haben viele Anwender SAP-Produkte nach dem „Modul für Modul“-Ansatz implementiert und für jedes Modul mehrere Business-Blueprint-Dokumente erstellt. Seit dem Release von SAP S/4HANA stehen die Prozesse wieder im Mittelpunkt. Unternehmen sollten deshalb in ihrer vorhandenen SAP-Landschaft die aktuellen Geschäftsprozesse identifizieren und die Daten in den Prozessen analysieren.

2. Dokumentation der Prozesse

Anschließend sollten die Prozesse dokumentiert werden. Dabei ist es wichtig, eine Vielzahl von Stakeholdern einzubeziehen: von einem Sachbearbeiter, der am Prozess beteiligt ist, bis hin zu einem IT-Analysten, der erklären kann, um welche Systeme es sich handelt. Hierdurch wird vorhandenes Prozesswissen erfasst und der Prozess mit seinen Feinheiten genau dokumentiert. 

3. Definition der Zielprozesse 

Nachdem der aktuelle Status der Prozesse dokumentiert wurde, sind die geschäftlichen und technischen Anforderungen des zukünftigen Prozesses zu spezifizieren. Um diese Anforderungen abzuschätzen, sollten Domain-Experten, Prozessberater und technische Experten gemeinsam Kompromisslösungen zwischen idealen Geschäftsanforderungen und technologischen Grenzen finden.

4. Prozessimplementierung 

Im Anschluss sollte die Prozessimplementierung in SAP S/4HANA mit der Übertragung der Prozessdefinitionen in den SAP Solution Manager erfolgen.

5. Kontinuierliche Prozessverbesserung 

Die kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und die Fähigkeit, schnell auf veränderte Geschäftsanforderungen zu reagieren, sind für den langfristigen Geschäftserfolg und die Kundenzufriedenheit entscheidend. Business-Stakeholder müssen die Prozessdefinitionen deshalb regelmäßig mit Process Mining und Process Intelligence überprüfen und gegebenenfalls anpassen. 

Signavio selbst ist langjähriger Kooperationspartner von SAP und unterstützt Unternehmen gemeinsam mit SAP-Solution-Providern bei Migrationen.

Zum Leistungsangebot von Signavio gehört etwa der Signavio Process Manager, der eine intuitive Vorgehensweise bei der Prozessmodellierung aus Business-Sicht unterstützt, oder Signavio Process Intelligence, eine Process-Mining-Lösung der nächsten Generation. Durch die nahtlose Integration in das SAP-Ökosystem und eine Schnittstelle zum SAP Solution Manager bietet der Signavio Process Manager eine Verknüpfung von Business und IT und erleichtert so Migrationen von alten ERP-Systemen auf SAP S/4HANA.

Weitere Informationen zum Signavio Process Manager finden sich unter https://www.signavio.com/de/products/process-manager/ und zu Process Mining und Process Intelligence unter https://www.signavio.com/de/products/process-intelligence/.

Über Signavio

Über eine Million Anwender in mehr als 1.300 Unternehmen weltweit vertrauen auf das einzigartige Angebot von Signavio, um Prozesse als Teil ihrer DNA zu verankern. Die Business Transformation Suite von Signavio ermöglicht mittleren und großen Unternehmen, ihre Geschäftsprozesse zu modellieren, zu optimieren, zu analysieren und gewinnbringend zu steuern. Die intelligente Suite ermöglicht es, bessere Geschäftsentscheidungen zu treffen und unterstützt Unternehmen unter anderem in den Bereichen Digitale Transformation, Operational Excellence und Customer Journey Mapping. Mit Hauptsitz in Berlin und Niederlassungen in den USA, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Singapur und Australien hat Signavio bereits zur Optimierung von mehr als einer Million Prozessmodelle weltweit beigetragen. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.signavio.com/de.

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