Sicherung der Unternehmensdaten: Mit sechs Maßnahmen machen Unternehmen ihre eigenen Apps sicher

München,
26. June 2019

Sicherung der Unternehmensdaten: Mit sechs Maßnahmen machen Unternehmen ihre eigenen Apps sicher

Container-Apps bieten Mitarbeitern eine ideale Umgebung, um mobil produktiv arbeiten zu können. Virtual Solution nennt sechs leistungsstarke Schutzmechanismen zur wirksamen Absicherung.

Mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets sind aus dem Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken. Fast jeder nutzt sie, aber oft sind die darauf gespeicherten Unternehmensdaten völlig unzureichend geschützt. Containerisierung und eine strikte Trennung von anderen Apps auf dem Gerät, ergänzt um Maßnahmen wie die Verschlüsselung der Daten, die Absicherung der Kommunikation mit Backend-Systemen und eine Jailbreak-Detection, ermöglichen ein sicheres und produktives Arbeiten. Virtual Solution erläutert die sechs wichtigsten Schutzmaßnahmen für die Entwicklung und den Einsatz von Apps.

1. Daten lokal verschlüsseln. Alle Daten innerhalb der App müssen nach dem aktuellen Stand der Technik, das heißt eine hybride Verschlüsselung mit RSA bis zu 4.096 Bit und AES-256, durch eine PIN, ein Passwort oder einen Fingerabdruck, geschützt sein. Eine noch höhere Sicherheit bieten Lösungen, die das BSI explizit geprüft und zugelassen hat.

2. Daten während der Übertragung verschlüsseln. Die verschlüsselte Datenübertragung sorgt dafür, dass schützenswerte Informationen sicher über jedes Netzwerk übermittelt werden. Die Kommunikation mit einem Microsoft Exchange Server sollte nur mittels TLS-Verschlüsselung erfolgen. Bei der Übertragung von E-Mails sollte zudem der S/MIME (Secure/Multipurpose Internet Mail Extensions)-Standard zum Einsatz kommen. Damit lassen sich E-Mails vom Absender auf allen Datenstrecken und Servern vor dem Zugriff durch Dritte schützen. Mit S/MIME lässt sich beispielsweise auch der E-Mail-Datenverkehr von IBM Domino absichern.

3. Schutz durch Smartcard vorsehen. Standardmäßig muss eine App durch ein starkes Passwort, PIN oder Fingerabdruck des Benutzers gesichert sein. Bei sehr hohen Sicherheitsanforderungen, beispielsweise im Behördenumfeld, bietet es sich an, die Daten zusätzlich mit einer Smartcard zu schützen. Alle asymmetrischen Verschlüsselungsoperationen basieren auf den privaten Schlüsseln der Smartcard. Der private Schlüssel und die Zertifikate sind physisch auf der Karte gespeichert und verlassen diese niemals. Damit verfügen Unternehmen über eine weitere Sicherungsebene, falls das Smartphone in fremde Hände gelangt.

4. Eine Authentifizierung durch Zertifikate einbauen. Durch die Aktivierung zertifikatsbasierter Authentifizierung können Unternehmen den Zugriff auf sensible Systeme – zusätzlich zur Verschlüsselung – schützen. Administratoren sind damit in der Lage, den Zugriff auf den ActiveSync-Server oder Intranet-Anwendungen optional zertifikatsbasiert zu konfigurieren. Die Container-App und der Server führen einen TLS-Handshake durch, bei dem sich die Kommunikationspartner gegenseitig authentisieren und die zu verwendenden kryptographischen Algorithmen vereinbaren. Nach Aufbau des TLS-Kanals können Benutzer Daten verschlüsselt übertragen.

5. Umfassende Sicherheitsregeln definieren. Wichtig ist, dass Administratoren alle Sicherheitseinstellungen zentral steuern können. Dazu zählen die Benutzerverwaltung, Gruppenmanagement und Einrichtung verschiedener Sicherheitsregeln für unterschiedliche Gruppen, Regeln und Voreinstellungen zur Verschlüsselung, Passwortstärke sowie die Verwaltung freigegebener Schnittstellen. Auch das Löschen aller unternehmensrelevanten Daten aus dem Sicherheits-Container aus der Ferne bei Verlust des Gerätes (Remote Reset) ist unabdingbar.

6. Endgeräte vor Manipulationen schützen. Zum Schutz vor Manipulationen an Endgeräten sollten Funktionen implementiert werden, um den Missbrauch zu erkennen und die Verwendung der App im Notfall zu unterbinden. Ein Integritätscheck bietet volle Kontrolle über Versionen der App, die Benutzer verwenden dürfen. Jede Version der App kann beispielsweise einen „Fingerabdruck“ enthalten, über den die Software eindeutig zu identifizieren ist. Funktionen zur Jailbreak-Detection erkennen manipulierte Geräte und blockieren – wenn nötig – deren Nutzung.

„Eine App-Containerisierung erstellt auf einem Smartphone einen separaten Bereich. Alle Unternehmensdaten innerhalb dieses Containers sind verschlüsselt und explizit von anderen Apps auf dem Gerät getrennt. Keine andere App und auch keine nicht autorisierte Person haben Zugang zu den Daten im Container“, erläutert Günter Junk, CEO der Virtual Solution AG in München. „Mit SecurePIM von Virtual Solution sind die Unternehmensdaten im Container isoliert und passwortgeschützt. Die Container-Technologie bietet eine einfach zu bedienende Lösung, mit der Mitarbeiter flexibel und sicher auf mobilen Endgeräten arbeiten können.“

Über Virtual Solution

Virtual Solution ist ein international agierender Sicherheitsspezialist mit Sitz in München und Berlin. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt die Applikation SecurePIM und das Framework SERA für iOS- und Android-Geräte.

Beide Lösungen sorgen für eine sichere und benutzerfreundliche mobile Kommunikation in Behörden und Unternehmen bis zu einer Geheimhaltungsstufe „VERSCHLUSSSACHE – NUR FÜR DEN DIENSTGEBRAUCH“, kurz „VS – NfD“.

Virtual Solution wurde 1996 gegründet und beschäftigt rund 80 Mitarbeiter. Alle Produkte des Unternehmens tragen das Gütesiegel "IT-Security made in Germany" des TeleTrust-IT-Bundesverbandes IT-Sicherheit e.V. Weitere Informationen unter www.virtual-solution.com.

Kontakt

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